Das Forum

Stillstand in Südafrika

Mittwoch, 25. März 2020, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Traumland mit großen Problemen
Ein Feature von Jana Genth, ARD Studio Johannesburg

Präsident Cyril Ramaphosa im Portrait. © dpa picture alliance Foto: Anngegret Hilse Sven Simon
Präsident Cyril Ramaphosa (ANC) möchte mit der Ausgangssperre die Infektionszahlen niedrig halten.

Auch auf dem afrikanischen Kontinent beginnt sich das Corona-Virus langsam, aber stetig zu verbreiten. In Südafrika hat sich am Montag dieser Woche die Zahl der nachgewiesenen Infektionen innerhalb eines Tages auf 550 nahezu verdoppelt. Im Vergleich zu anderen Ländern ein bislang niedrige Zahl. Südafrikas Präsident Ramaphosa (ANC) hat trotzdem sofort reagiert und eine drastische Ausgangssperre für drei Wochen verhängt, die ab Donnerstag dieser Woche gilt und mit der in Italien vergleichbar ist.

Die Ausgangssperre wird Südafrika in den kommenden Wochen schwer treffen, vor allem wirtschaftlich. 30 Jahre nach dem eingeleiteten politischen Wandel ist das Land tief gespalten. Armut und Wirtschaftskrise prägen das Leben. Stromabschaltungen gehören zum Alltag. Viele Menschen sind bereits in andere Länder ausgewandert. Doch es gibt eine Gegenbewegung: immer mehr Menschen rufen fast trotzig „Stay“.  Mit der Corona-Pandemie steht Südafrika vor einer weiteren schweren Belastungsprobe.

Eine gezeichnete Weltkarte. © fotolia.com Foto: zagandesign

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