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Referendum trotz Corona: Chiles Kampf für eine neue Verfassung

Donnerstag, 22. Oktober 2020, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

von Anne Herrberg

Ein Protestant hält eine chilenische Fahne während er auf ein Denkmal geklettert ist. © picture-alliance/AA Foto: Cristobal Vogel
In Chile kommt es zurzeit wieder zu Protesten.

Am 25. Oktober stimmen die Chilenen darüber ab, ob sie eine neue Verfassung wollen und wie der Weg zu dieser Verfassung aussehen soll. Das Referendum war eine der Hauptforderungen der heftigen Proteste, die Chile seit Oktober 2019 erschüttern. Die chilenische Verfassung, die noch aus Zeiten der Pinochet-Diktatur stammt, schreibe das ungerechte Gesellschaftsmodell fest, so die Kritik. Eigentlich sollte das Referendum schon im Frühjahr stattfinden. Doch dann kam Corona. Die Regierung schickte das Militär auf die Straße und verhängte den Lockdown.

Virtuelle Diskussionsrunden und solidarische Netzwerke

Der Unmut in der Bevölkerung ist geblieben. Denn die Coronakrise hat die gravierende soziale Ungleichheit, vor allem beim Zugang zu Gesundheit, Renten und Bildung verschärft. Auch wenn große Straßenproteste wegen Corona derzeit nicht möglich sind, ist die Protestbewegung über solidarische Netzwerke und virtuelle Diskussionsrunden weiter aktiv. Wird die rechtskonservative Regierung unter Präsident Pinera nach dem Referendum für Chile eine neue Verfassung auf den Weg bringen müssen?

Eine gezeichnete Weltkarte. © fotolia.com Foto: zagandesign

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