NDR Info Nachrichten vom 25.11.2019:

Beweise für Uiguren-Internierungslager in China

Hamburg: Geheimdokumente aus dem inneren Kreis der Kommunistischen Partei Chinas beweisen die massenhafte Internierung von religiösen Minderheiten in der Volksrepublik. Die Unterlagen, die weltweit von 17 Medienpartnern ausgewertet wurden, zeigen dass die von Peking als Weiterbildungseinrichtungen bezeichneten Lager tatsächlich abgeschottete, engmaschig bewachte Umerziehungslager sind. Die Dokumente widersprechen den öffentlichen Aussagen der chinesischen Regierung, wonach der Aufenthalt in den Lagern freiwillig ist. Nach Einschätzung von Experten werden mehr als eine Million Menschen in Lagern im Nordwesten Chinas festgehalten, vor allem Angehörige der muslimischen Minderheit der Uiguren. In Deutschland waren Journalistinnen und Journalisten von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" an den Recherchen beteiligt.| 25.11.2019 02:00 Uhr

Hongkong-Wahl: Demokratische Kräfte liegen vorn

Hongkong: Das Demokratielager steht bei den Bezirkswahlen in der chinesischen Sonderverwaltungszone vor einem klaren Sieg. Laut Medienberichten gingen die meisten Sitze in den bislang ausgezählten Bezirken an demokratische Kandidaten. Offizielle Zahlen werden im Laufe der Nacht erwartet. Die Beteiligung lag der Wahlkommission zufolge bei einem Rekordwert von gut 71 Prozent. Die Hongkonger Bezirkswahlen haben vor allem symbolische Bedeutung, weil die Stadträte keinen großen politischen Einfluss haben.| 25.11.2019 02:00 Uhr

Wendt wird wohl doch nicht Staatssekretär

Magdeburg: Der langjährige Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Wendt, wird offenbar doch nicht Staatssekretär im Innenministerium von Sachsen-Anhalt. Laut Innenminister Stahlknecht hat der 62-Jährige nach Erörterung der politischen Lage auf seine Berufung verzichtet. Die "Bild"-Zeitung zitiert Wendt dagegen mit den Worten, die CDU sei vor Linken, Grünen und SPD eingeknickt und habe kapituliert. Eine Rücknahme des Angebots sei aus dem Kanzleramt angeordnet worden.| 25.11.2019 02:00 Uhr

Bloomberg will US-Präsident werden

Washington: Der frühere New Yorker Bürgermeister Bloomberg will bei der kommenden US-Präsidentenwahl gegen Amtsinhaber Trump antreten. Der 77-Jährige kündigte seine Bewerbung als Kandidat der Demokraten an. Die Vereinigten Staaten könnten sich keine weiteren vier Jahre mit Trumps rücksichtslosen und unethischen Handlungen leisten, sagte Bloomberg. Wer für die Demokraten als Präsidentschaftskandidat antritt, entscheidet sich in den Vorwahlen im kommenden Jahr.| 25.11.2019 02:00 Uhr