NDR Info Nachrichten vom 24.11.2019:

Albrecht fordert Verzicht auf Sprengung in Ostsee

Kiel: Schleswig-Holsteins Umweltminister Albrecht hat einen Verzicht auf Minensprengungen in der Ostsee gefordert. Aus seiner Sicht sollte die Bundesregierung nach Alternativen suchen und etwa Projekte zur Unterwasserentschärfung mit Robotern fördern. Hintergrund sind Berichte, dass bei Minensprengungen im August mehrere Schweinswale ums Leben gekommen sind. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland wurden 18 der streng geschützten Meeressäuger tot aufgefunden. Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion ergab außerdem, dass jede Mine einen fünf Meter breiten und 1,5 Meter tiefen Krater in die Riffe gerissen hat. Die Marine hatte im Rahmen eines Nato-Manövers 42 Minen gesprengt, 39 davon im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt. Aktuell lagern laut Nabu noch 1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition in Nord- und Ostsee.| 24.11.2019 14:00 Uhr

Bayern steigt aus Nationalem Bildungsrat aus

München: Bayern steigt aus dem Nationalen Bildungsrat aus. Ministerpräsident Söder sagte dem Bayerischen Rundfunk, bis auf Streitigkeiten sei bei dem Projekt nichts herausgekommen. Er befürchte, dass am Ende ein bundesweites Zentral-Abitur das Ziel sei und sich dadurch das Bildungsniveau in Bayern verschlechtern werde. Die Bemühungen um gleiche Bildungsstandards können laut Söder im Rahmen der Kultusministerkonferenz fortgesetzt werden. Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, einen nationalen Bildungsrat einzurichten. Das Gremium aus Experten soll die Politik bei der Weiterentwicklung des Bildungssystems beraten. Söder kritisierte, der Bund sei für den Bereich nicht zuständig, da Bildung Ländersache sei.| 24.11.2019 14:00 Uhr

Ocean Viking darf italienischen Hafen anlaufen

Rom: Das Rettungsschiff "Ocean Viking" darf nach seinem jüngsten Einsatz vor der libyschen Küste einen Hafen auf Sizilien anlaufen. Das teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée in der vergangenen Nacht mit. Nach ihren Angaben haben die italienischen Behörden dem Schiff den Hafen von Messina zugewiesen. Die "Ocean Viking" hatte vor der libyschen Küste insgesamt 215 Bootsflüchtlinge an Bord genommen.| 24.11.2019 14:00 Uhr