NDR Info Nachrichten vom 24.11.2019:

Lange Schlangen bei Lokalwahlen in Hongkong

Hongkong: Vor dem Hintergrund anhaltender Proteste haben in der chinesischen Sonderverwaltungszone Bezirkswahlen begonnen. Vor einigen Wahllokalen bildeten sich am frühen Morgen lange Schlangen. Insgesamt sind in Hongkong etwa vier Millionen Menschen aufgerufen, mehr als 450 Stadträte neu zu bestimmen. Nach den monatelangen Protesten hoffen die Anhänger der Demokratiebewegung auf deutliche Stimmengewinne für ihr Lager. Großen politischen Einfluss haben die Hongkonger Bezirksräte nicht, die Wahlen gelten aber als Stimmungstest. Größere Protestaktionen sind für heute nicht geplant.| 24.11.2019 06:00 Uhr

Mutmaßliche IS-Anhängerin zurück in Deutschland

Frankfurt am Main: Auf dem Flughafen der Stadt ist gestern Abend eine mutmaßliche IS-Anhängerin mit ihren drei Kindern angekommen. Die Familie landete mit einer deutschen Linienmaschine, die im irakischen Erbil gestartet war. Sie soll zuletzt in einem Lager in Nordsyrien gelebt haben. Es ist das erste Mal, dass mit Unterstützung der Bundesregierung eine Frau nach Deutschland zurückgekehrt ist, die zuvor ins Herrschaftsgebiet des IS ausgereist war. Gegen die 30-Jährige wird wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht ermittelt. Es besteht aber kein Haftbefehl.| 24.11.2019 06:00 Uhr

Papst fordert atomare Abrüstung weltweit

Nagasaki: Papst Franziskus hat bei seinem Japan-Besuch die Abschaffung aller Atomwaffen weltweit gefordert. Er verurteilte das internationale Wettrüsten und die hohen Rüstungsausgaben angesichts von Armut und Klimaproblemen. Die Welt lebe in der perversen Annahme, Stabilität und Frieden auf der Basis einer von Angst und Misstrauen gestützten Sicherheit verteidigen zu können, sagte Franziskus in der japanischen Stadt Nagasaki. Dort und in Hiroshima hatte das US-Militär 1945 zwei Atombomben abgeworfen, mehr als 200.000 Menschen starben.| 24.11.2019 06:00 Uhr

Migranten der "Ocean Viking" dürfen an Land

Rom: Die mehr als 200 Migranten auf dem Rettungsschiff "Ocean Viking" dürfen im sizilianischen Messina an Land gehen. Das hat das italienische Innenministerium am Abend mitgeteilt. Die Menschen sollen nach dem im September vereinbarten Mechanismus verteilt werden. Das beantragten Italien, Deutschland, Frankreich und Malta gemeinsam bei der EU-Kommission. Die italienische Küstenwache kam gestern vor der Insel Lampedusa mehr als 140 Migranten zur Hilfe, deren Boot gekentert war. Etwa 20 Menschen werden noch vermisst.| 24.11.2019 06:00 Uhr