NDR Info Nachrichten vom 23.11.2019:

Abschluss CDU-Parteitag in Leipzig

Leipzig: CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer hat sich zum Abschluss des Bundesparteitags selbstbewusst gezeigt. Kramp-Karrenbauer sagte, die CDU habe in Leipzig gezeigt, dass sie wisse, wie Deutschland in Zukunft aussehen könne. Zuvor hatte CSU-Chef Söder die Unionsparteien zur Geschlossenheit aufgerufen. Als politischen Hauptgegner benannte er in seiner Rede die Grünen. Die rund 1.000 Delegierten in Leipzig lehnten eine Urwahl des Kanzlerkandidaten für die nächste Bundestagswahl mit großer Mehrheit ab. Ein weiteres Thema auf dem Parteitag war ein Kopftuchverbot in Kindergärten und Grundschulen. Die Delegierten stimmten für einen Antrag, der ein Verbot als letztmögliche Maßnahme nicht ausschließt.| 23.11.2019 17:45 Uhr

Hannoveraner demonstrieren gegen Neonazis

Hannover: Etwa 7.000 Menschen haben in der niedersächsischen Landeshauptstadt gegen Rechtsextremismus und für Pressefreiheit demonstriert. Ein Bündnis unter dem Motto "bunt statt braun" hatte dazu aufgerufen. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Weil und Landesinneminister Pistorius nahmen an der Protestveranstaltung teil. Sie richtete sich gegen eine NPD-Kundgebung, an der sich etwa 120 Menschen beteiligten. Die Rechtsextremen gingen gegen mehrere namentlich genannte, kritische Journalisten auf die Straße. Die hannoversche Polizeidirektion hatte den Aufmarsch der NPD zunächst verboten. Die Partei legte dagegen mit Erfolg Klage ein.| 23.11.2019 17:45 Uhr

Schwesig unterstützt Protest gegen AfD

Schwerin: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig hat zu einem entschiedenen Kampf gegen Hass und Hetze durch die AfD aufgerufen. In einer Rede auf dem Juso-Bundeskongress in Schwerin sagte Schwesig, Politiker vom rechten Flügel der Partei wie Björn Höcke spalteten die Gesellschaft und grenzten Menschen aus. Schwesig zog Parallelen zur Zeit der Weimarer Republik. Die Ministerpräsidentin unterstützte den Protest gegen ein Treffen des rechtsnationalen AfD-Flügels in Binz auf Rügen. Daran beteiligten sich nach Polizeiangaben am Mittag etwa 500 Menschen.| 23.11.2019 17:45 Uhr

Amnesty: Mehr als 100 Tote in Iran

Teheran: Bei den landesweiten Protesten im Iran sind nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International mindestens 115 Menschen getötet worden. Die Organisation beruft sich auf glaubhafte Berichte aus dem Land. Sie rief alle Staaten auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Im Iran haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen gegen eine Erhöhung der Benzinpreise und eine Rationierung von Kraftstoffen protestiert. Die iranischen Revolutionsgarden, eine paramilitärische Gruppe des Regimes, erklärte die Unruhen am Donnerstag für beendet.| 23.11.2019 17:45 Uhr