NDR Info Nachrichten vom 20.11.2019:

Polizei ermittelt nach Weizsäcker-Attacke

Berlin: Nach dem tödlichen Angriff auf den Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker sind die Hintergründe der Tat weiter unklar. Es gebe noch keinen neuen Stand, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Bei dem Täter handele es sich um einen 57-Jährigen, der kein Patient der Klinik gewesen sei. Zum Motiv könne er keine Angaben machen. Fritz von Weizsäcker, der Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, hatte gestern Abend an der Berliner Schlosspark-Klinik einen medizinischen Vortrag gehalten. Augenzeugen berichten, plötzlich sei ein Mann aus dem Publikum auf den 59-Jährigen zugerannt und habe ihn erstochen. Der Angreifer wurde schließlich von mehreren Zuhörern überwältigt und kurz darauf der Polizei übergeben.| 20.11.2019 11:15 Uhr

TV-Duell zwischen Johnson und Corbyn

London: In der ersten Fernsehdebatte im britischen Wahlkampf ist es zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen Premierminister Johnson und Oppositionsführer Corbyn gekommen. Dabei warf Johnson dem Labour-Chef vor, sich nicht festzulegen, ob er sich für einen Verbleib Großbritanniens in der EU oder für den Austritt einsetzen will. Labour hatte bislang nur für ein weiteres Referendum geworben. Corbyn dagegen kritisierte Johnsons Pläne für ein Handelsabkommen mit den USA. Einen Vertrag auszuhandeln, dauere mindestens sieben Jahre. Die Parlamentswahl in Großbritannien ist für den 12. Dezember angesetzt.| 20.11.2019 11:15 Uhr

Bolivien: Mindestens sechs Tote bei Krawallen

Sucre: In Bolivien sind bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des zurückgetretenen Präsidenten Morales mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere 30 Menschen wurden verletzt, als Soldaten und Polizisten in der Stadt El Alto Blockaden räumten. Die Streitkräfte erklärten, sie hätten durchgreifen müssen, weil die Demonstranten mit Sprengsätzen hantiert hätten. Morales war am 10. November nach wochenlangen Protesten zurückgetreten. Die Anhänger des Präsidenten demonstrieren seitdem gegen dessen Entmachtung und fordern seine Rückkehr.| 20.11.2019 11:15 Uhr