NDR Info Nachrichten vom 13.11.2019:

Altmaier verteidigt schärfere Wind-Abstandsregelungen

Berlin: Bundeswirtschaftsminister Atmaier hat den geplanten Mindestabstand von 1.000 Metern zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen gegen Kritik verteidigt. Altmaier sagte im Bundestag, der Widerstand vor Ort gegen die Anlagen sei enorm gestiegen, damit müsse sich die Politik auseinandersetzen. Es gehe um die Akzeptanz von Windrädern. Energie- und Wirtschaftsverbände sowie Gewerkschaften lehnen die Pläne des Ministers ab. In einem Brief an den CDU-Politiker heißt es, die geplanten Einschränkungen stellten die Realisierbarkeit sämtlicher energie- und klimapolitischer Ziele der Regierung infrage.| 13.11.2019 15:45 Uhr

Enercon: Stellenabbau alternativlos

Hannover: Der Stellenabbau beim Windkraftanlagen-Hersteller Enercon aus Niedersachsen ist nach Angaben des Unternehmens unvermeidbar. Firmenchef Kettwig sagte nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Weil, an dem angekündigten Schritt führe kein Weg vorbei. Eine Zukunft für die Rotorblattfertigung in Deutschland sehe er nicht. Kettwig zeigte sich nach Angaben unseres Korrespondenten bereit, über Kurzarbeit oder eine Transfergesellschaft zu sprechen. Enercon hatte am Freitag angekündigt, massiv Stellen zu streichen. In Ostfriesland und in Magdeburg sollen insgesamt etwa 3.000 Arbeitsplätze wegfallen. Als Grund nannte das Unternehmen die schlechte Marktsituation.| 13.11.2019 15:45 Uhr

AfD-Politiker Brandner nicht mehr Ausschusschef

Berlin: Der Rechtsausschuss des Bundestags hat den AfD-Politiker Brandner als Vorsitzenden abgewählt. Es handelt sich um einen einmaligen Vorgang in der 70-jährigen Geschichte des Parlaments. Bis auf die AfD-Abgeordneten stimmten alle Ausschussmitglieder für die Abberufung. Damit zieht das Gremium Konsequenzen aus mehreren Eklats. Zuletzt hatte Brandner die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den Rockmusiker Udo Lindenberg als so wörtlich "Judaslohn" geschmäht. Die AfD kritisierte die Abwahl und sprach von einem Tabubruch. Vertreter von Union, SPD, FDP, Linken und Grünen nannten die Entscheidung dagegen unumgänglich. Brandner habe Menschen ausgegrenzt und diffamiert sowie Ressentiments geschürt.| 13.11.2019 15:45 Uhr