NDR Info Nachrichten vom 12.11.2019:

Maas fordert Informationen über IS-Anhänger

Berlin: Bundesaußenminister Maas hat von der Türkei weitere Informationen zur geplanten Abschiebung mutmaßlicher IS-Anhänger nach Deutschland verlangt. Wenn betroffene Personen einen Bezug zu Kampfhandlungen der Terrororganisation hätten, müsse ihnen der Prozess gemacht werden, sagte der SPD-Politiker. Dafür brauche es aber ausreichend gerichtsfeste Beweise. Die Türkei hat angekündigt, mindestens acht mutmaßliche IS-Anhänger mit zwei Kindern abzuschieben. Es ist das erste Mal, dass militante Islamisten auf diesem Weg nach Deutschland zurückkehren.| 12.11.2019 02:00 Uhr

Merkel lobt Plan zur Flüchtlingsverteilung

Rom: Bundeskanzlerin Merkel sieht auf dem Weg zu einer fairen Verteilung von Flüchtlingen in Europa noch viel Handlungsbedarf. Bei einem Treffen mit Italiens Ministerpräsident Conte forderte Merkel erneut Solidarität mit den Mittelmeerstaaten. Zugleich lobte sie den von Innenminister Seehofer mitverhandelten Plan zur Verteilung von Bootsflüchtlingen. Die Vereinbarung mit Frankreich, Italien und Malta sei ein wichtiger Schritt; es müssten sich aber noch mehr Staaten beteiligen. Seehofers Angebot, jeden vierten aus Seenot geretteten Migranten in Deutschland aufzunehmen, war vor allem in Unionskreisen auf Widerspruch gestoßen.| 12.11.2019 02:00 Uhr

Lies: Soforthilfe-Plan für Windkraft-Branche

Hannover: Niedersachsens Umweltminister Lies hat einen Sofortplan zur Unterstützung des Windkraftindustrie vorgelegt. Nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" fordert der SPD-Politiker unter anderem Staatsbürgschaften für kriselnde Unternehmen. Außerdem stellt er die Regeln für den Mindestabstand von Windkraftanlagen zum Beispiel zu Wohngebieten infrage. Lies kritisiert laut der Zeitung vor allem die Politik der Bundesregierung. Sie trage eine Mitverantwortung an der existenziellen Krise der Branche. Zuletzt hatte der Windkraftanlagen-Hersteller Enercon einen massiven Stellenabbau angekündigt.| 12.11.2019 02:00 Uhr

Vier Verletzte bei Erdbeben in Südfrankreich

Montélimar: Bei einem Erdbeben in Südfrankreich sind mindestens vier Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Die Stärke des Bebens wurde zwischen 4,8 und 5,4 angegeben. Es dauerte Medienberichten zufolge etwa zehn Sekunden und zerstörte in einer Gemeinde im Rhone-Tal hunderte Häuser. Der Energiekonzern EDF teilte am Abend mit, dass drei Reaktoren eines Atomkraftwerks nördlich von Montélimar vorrübergehend für Kontrollen heruntergefahren werden.| 12.11.2019 02:00 Uhr