NDR Info Nachrichten vom 11.11.2019:

Seehofer lässt IS-Rückkehrer überprüfen

Berlin: Nach der Ankündigung der Türkei, mutmaßliche Anhänger der Terrororganisation IS nach Deutschland abzuschieben, hat Bundesinnenminister Seehofer die volle Wachsamkeit der Behörden zugesagt. Die Bürger könnten sich darauf verlassen, dass jeder Einzelfall sorgfältig geprüft wird, erklärte der CSU-Politiker am Abend. Die Sicherheitsbehörden würden alles unternehmen, um zu verhindern, dass Rückkehrer mit Verbindungen zum IS zu einer Gefahr in Deutschland werden. Die Türkei hatte zuvor angekündigt, mindestens sieben mutmaßliche IS-Anhänger mit zwei Kindern nach Deutschland abzuschieben. Es ist das erste Mal, dass militante Islamisten auf diesem Weg nach Deutschland zurückkehren sollen.| 11.11.2019 18:15 Uhr

BKA: Cyber-Kriminalität nimmt zu

Wiesbaden: Das Bundeskriminalamt registriert immer mehr Fälle von Cyber-Kriminalität. Wie Vizepräsident Henzler mitteilte, stieg die Zahl der Straftaten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Prozent auf rund 87.100. Zur Cyber-Kriminalität zählen unter anderem Computerbetrug, Hacker-Attacken auf Unternehmen und Datendiebstahl. Henzler warnte davor, dass Kriminelle auch immer wieder sogenannte kritische Infrastrukturen angriffen. Dazu zählen alle Einrichtungen, deren Ausfall erhebliche Folgen für die Sicherheit oder Versorgung der Bevölkerung hätte. Als Beispiel nannte der stellvertretende BKA-Chef Stromversorger und die Bahn.| 11.11.2019 18:15 Uhr

Parteigremien segnen Grundrentenpläne ab

Berlin: Einen Tag nach der Koalitionseinigung zur Grundrente haben auch die Spitzengremien der Regierungsparteien den Plänen zugestimmt. Die Präsidien von CDU und CSU billigten das Konzept einstimmig, auch die SPD stellte sich geschlossen hinter den Kompromiss. Diskussionen gab es laut Parteichefin Kramp-Karrenbauer im CDU-Vorstand. Vertreter des Wirtschaftsflügels und der Jungen Union lehnen die geplanten Zuschläge für arme Rentner weiter ab. Rentner, die 35 Jahre lang gearbeitet, aber wenig verdient haben, sollen ab 2021 finanziell besser gestellt werden als zum Beispiel Langzeitarbeitslose. Um den Zuschlag zu erhalten, sollen sie sich einer sogenannten Einkommensprüfung unterziehen, bei der auch Kapitalerträge berücksichtigt werden.| 11.11.2019 18:15 Uhr

Bolivien: Morales-Rücktritt beruhigt Lage nicht

La Paz: Bolivien kommt auch nach dem angekündigten Rücktritt von Präsident Morales nicht zur Ruhe. Nach Medienberichten gab es in weiten Teilen des südamerikanischen Landes wieder Ausschreitungen. In La Paz und der Stadt El Alto setzten Randalierer Busse in Brand und plünderten Geschäfte. UN-Generalsekretär Guterres rief die Bolivianer zur Ruhe auf. Staatschef Morales hatte gestern nach mehr als 13 Jahren an der Macht seinen Rückzug bekanntgegeben. Der Sozialist reagierte damit auf die Proteste gegen seine Wiederwahl im Oktober. Das bolivianische Parlament will noch heute einen Übergangspräsidenten benennen.| 11.11.2019 18:15 Uhr