NDR Info Nachrichten vom 07.11.2019:

Kramp-Karrenbauer: Stärkeres Engagement Deutschlands

Berlin: Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat sich für ein stärkeres Engagement Deutschlands in der Welt ausgesprochen. Angesichts einer neuen Bedrohungslage müsse die Bundesrepublik auch militärisch aktiver werden, um ihre strategischen Interessen zu schützen, sagte die CDU-Vorsitzende in einer Grundsatzrede an der Bundeswehr-Universität München. Bis spätestens 2031 müssten die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung gesteigert werden. Derzeit sind es mit jährlich etwa 43 Milliarden Euro weniger als 1,5 Prozent. Die Ministerin plädierte zudem für einen nationalen Sicherheitsrat, in dem das internationale Auftreten Deutschlands von mehreren Ministerien gemeinsam besprochen werden soll. Auslandseinsätze sollen weiterhin der Zustimmung des Bundestages bedürfen, Kramp-Karrenbauer schlug aber vor, das Verfahren zu vereinfachen.| 07.11.2019 14:45 Uhr

Macron bescheinigt Nato den "Hirntod"

Paris: Frankreichs Präsident Macron hat sich kritisch zum Zustand der Nato geäußert. Macron sagte der britischen Zeitschrift "The Economist", was man derzeit erlebe, sei der - so wörtlich - "Hirntod" der Militärallianz. Es gebe keinerlei Koordination bei strategischen Entscheidungen zwischen den USA und ihren Verbündeten. Zudem zeige das Nato-Land Türkei ein unkoordiniertes, aggressives Vorgehen in einem Bereich, in dem die Sicherheitsinteressen aller berührt seien. Damit spielte der französische Präsident auf das Vorgehen des türkischen Militärs gegen die Kurden in Nordsyrien an. Die Nato feiert in diesem Jahr den 70. Jahrestag ihrer Gründung.| 07.11.2019 14:45 Uhr

Ufo und Lufthansa verhandeln am Wochenende

Frankfurt am Main: Im Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo nehmen die Konfliktparteien wieder Verhandlungen auf. Nach Angaben von Lufthansa-Vorstandschef Spohr soll es dabei auch um eine mögliche Schlichtung gehen. Ufo nahm das Gesprächsangebot an. Die Verhandlungen sollen am Wochenende stattfinden. Um Mitternacht waren die Flugbegleiter in einen 48-stündigen Streik getreten. Die Lufthansa strich deshalb heute und morgen insgesamt 1.300 Verbindungen. Auch die Flughäfen im Norden sind von dem Streik betroffen. In Hamburg fallen knapp 30 Flüge nach Frankfurt und München aus. Auch in Hannover und Bremen bleiben mehrere Lufthansa-Maschinen am Boden. Die Gewerkschaft Ufo will mit dem Streik bessere Arbeitsbedingungen für die etwa 21.000 Flugbegleiter durchsetzen.| 07.11.2019 14:45 Uhr