NDR Info Nachrichten vom 07.11.2019:

Macron bescheinigt Nato den "Hirntod"

Paris: Frankreichs Präsident Macron hat sich kritisch zum Zustand der Nato geäußert. Macron sagte der britischen Zeitschrift "The Economist", was man derzeit erlebe, sei der - so wörtlich - "Hirntod" der Militärallianz. Es gebe keinerlei Koordination bei strategischen Entscheidungen zwischen den USA und ihren Verbündeten. Zudem zeige das Nato-Land Türkei ein unkoordiniertes, aggressives Vorgehen in einem Bereich, in dem die Sicherheitsinteressen aller berührt seien. Damit spielte der französische Präsident auf das Vorgehen des türkischen Militärs gegen die Kurden in Nordsyrien an. Die Nato feiert in diesem Jahr den 70. Jahrestag ihrer Gründung.| 07.11.2019 12:45 Uhr

AKK will Nationalen Sicherheitsrat für Deutschland

München: Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat einen Nationalen Sicherheitsrat für Deutschland ins Gespräch gebracht. Dieser solle Instrumente von Diplomatie, Militär, Innerer Sicherheit und Entwicklungszusammenarbeit koordinieren, sagte Kramp-Karrenbauer in einer Rede an der Universität der Bundeswehr in München. Zur Begründung verwies sie auf neue Herausforderungen, insbesondere durch autoritäre Staaten. Es sei an der Zeit, dass Deutschland seine Interessen kraftvoller wahrnehme. Dazu gehöre, gemeinsam mit den Partnern mehr Verantwortung zu übernehmen. In diesem Zusammenhang nannte die CDU-Vorsitzende ausdrücklich auch den Kampf gegen den Terrorismus. Kramp-Karrenbauer bekräftigte zudem die Forderung nach einer deutlichen Erhöhung der Verteidigungsausgaben, die bis spätestens 2031 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen müssten.| 07.11.2019 12:45 Uhr

Flugbegleiter-Streik: Lufthansa strebt Schlichtung an

Frankfurt am Main: Angesichts des Streiks der Flugbegleiter strebt die Lufthansa ein Schlichtungsverfahren an. Konzernchef Spohr sagte, er wolle mit allen Gewerkschaften Gespräche aufnehmen, die das Kabinenpersonal vertreten. Er schloss dabei ausdrücklich die Gewerkschaft UFO ein, obwohl die Lufthansa deren Vorstand nicht für vertretungsberechtigt hält. UFO erklärte sich bereit, an diesen Gesprächen teilzunehmen. Der 48-stündige Streik der Flugbegleiter hatte um Mitternacht begonnen. Die Lufthansa strich deshalb heute und morgen insgesamt 1.300 Verbindungen. Die Gewerkschaft UFO will mit dem Streik bessere Arbeitsbedingungen für die etwa 21.000 Flugbegleiter durchsetzen.| 07.11.2019 12:45 Uhr