NDR Info Nachrichten vom 04.11.2019:

IG Metall fordert Hilfe für Autozulieferer

Berlin: Die IG Metall hat die Politik aufgefordert, den Umbruch in der Automobilindustrie stärker zu unterstützen. Ein Sprecher sagte, der Prozess müsse industrie- und arbeitsmarktpolitisch flankiert werden. Ziel sei es, Beschäftigung zu sichern und Wertschöpfungsketten zu erhalten. Konkret fordert die IG Metall unter anderem, dass Kurzarbeit zur Qualifizierung an neuen Produkten genutzt werden kann. Sinnvoll sei außerdem ein Fonds, damit kleine und mittlere Betriebe auch beim Umstieg auf die Elektromobilität Geld erhalten. Die Zukunft der deutschen Autoindustrie ist heute Abend Thema eines Spitzentreffens im Kanzleramt. Die Branche befindet sich nach Einschätzung von Fachleuten in einem grundlegenden Wandel. So sind große Investitionen in die Elektromobilität nötig. Gleichzeitig ist die Ertragslage zuletzt vor allem bei Zulieferern schlechter geworden.| 04.11.2019 11:15 Uhr

Unionspolitiker beharren auf Bedürftigkeitsprüfung

Berlin: Im Koalitionsstreit über die Grundrente beharren Unionspolitiker auf einer Bedürftigkeitsprüfung. Fraktionsvize Linnemann sagte im Morgenmagazin von ARD und ZDF, anderenfalls öffne man das Tor dafür, auch bei anderen Transfersystemen nicht zu prüfen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Koalitionsvertrag. Unionsfraktionschef Brinkhaus sagte der "Welt", die Unionsfraktion wolle keine Steuergeschenke an Menschen verteilen, die keine Unterstützung brauchten. Nach dem Willen von Union und SPD sollen Geringverdiener, die mindestens 35 Jahre lang Beiträge gezahlt haben, eine Rente von zehn Prozent oberhalb der Grundsicherung erhalten. Beide Seiten streiten aber noch über den genauen Kreis der Empfänger. Ein für heute geplantes Spitzentreffen zu dem Thema wurde verschoben.| 04.11.2019 11:15 Uhr

Nach Drohungen: Konsequenzen gefordert

Berlin: Politiker mehrerer Parteien fordern nach den Morddrohungen gegen die Grünen-Politiker Özdemir und Roth Konsequenzen. Unionsfraktionsvize Frei sagte in der Zeitung "Welt", Einschüchterungsversuchen von Extremisten müsse mit ganzer Entschlossenheit und Härte entgegengetreten werden. Die Grünen-Politikerin Künast verlangte eine schnelle Umsetzung des Regierungsplans gegen Hass und Rechtsextremismus. Die Eckpunkte müssten in Gesetze münden, so Künast. Auch Bundesinnenminister Seehofer reagierte bestürzt und sprach in der "Süddeutschen Zeitung" von einem unsäglichen Angriff auf die Demokratie. Özdemir und Roth hatten Drohungen einer mutmaßlich rechtsextremen Gruppe erhalten, die sich als „Atomwaffen Division Deutschland“ bezeichnet.| 04.11.2019 11:15 Uhr

Lebensmittelkontrolleure fordern mehr Personal

Berlin: Lebensmittelkontrolleure in Deutschland fordern mehr Personal und eine bessere Organisation. Der stellvertretende Verbandschef Maschke sagte dem "Tagesspiegel", nötig seien mindestens 1.500 zusätzliche Kontrolleure. Gegenwärtig gibt es bundesweit etwa 2.500 Lebensmittelprüfer. Maschke sprach sich zudem dafür aus, Behörden besser zu vernetzen und die Erhebung von Daten zu vereinheitlichen. Hintergrund sind die jüngsten Lebensmittelskandale, etwa der um den hessischen Wursthersteller Wilke.| 04.11.2019 11:15 Uhr