NDR Info Nachrichten vom 03.11.2019:

Entsetzte Reaktionen auf Todesdrohungen gegen Grüne

Berlin: Politiker haben bestürzt auf die Morddrohungen gegen die Grünen-Politiker Özdemir und Roth reagiert. Bayerns Innenminister Herrmann sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die hässlichen Drohungen mutmaßlicher Rechtsextremisten seien unsäglich und ein Angriff auf die freiheitliche Demokratie. Solchen Einschüchterungsversuchen müsse der Staat mit vollster Härte begegnen. Grünen-Chefin Baerbock twitterte, an die Drohungen dürfe sich die Gesellschaft nicht gewöhnen. Man müsse gemeinsam für Rechtsstaat und Demokratie einstehen und mit aller Kraft gegen Hass vorgehen. Eine Parteisprecherin hatte gestern bestätigt, dass Özdemir und Roth per E-Mail eine Morddrohung erhalten haben. Darin heißt es, Özdemir stehe als erster Name auf der Todesliste, Bundestagsvizepräsidentin Roth auf Platz zwei. Absender soll die rechtsextreme Gruppe "Atomwaffen Division Deutschland" sein.| 03.11.2019 14:00 Uhr

Entschädigung ab Dezember für Thomas-Cook-Kunden

Berlin: Kunden der deutschen Tochter des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook können im Dezember mit Entschädigung rechnen. Das bestätigte ein Sprecher der zuständigen Zurich Versicherung. Wie viel Geld sie zurückbekommen, steht demnach noch nicht fest. Bekannt ist bereits, dass die zur Verfügung stehende Summe bei weitem nicht für eine volle Erstattung ausreicht. Die deutsche Thomas Cook hatte nach der Pleite des britischen Mutterkonzerns Ende September Insolvenz angemeldet. Sie sagte alle Reisen für dieses Jahr ab. Wie es im nächsten Jahr weitergeht, ist unklar.| 03.11.2019 14:00 Uhr

Weil verlangt schnellen E-Ladesäulen-Ausbau

Hannover: Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat einen schnellen Ausbau von öffentlichen Ladestationen für Elektro-Autos gefordert. Bis zum Jahr 2021 seien bundesweit 100.000 Standorte nötig, sagte der SPD-Politiker vor dem morgigen Spitzentreffen von Politik und Autoindustrie im Kanzleramt. Verbraucher würden sich nur dann für E-Fahrzeuge entscheiden, wenn in absehbarer Zeit genügend Ladepunkte eingerichtet seien. Kanzlerin Merkel betonte in ihrem wöchentlichen Video-Podcast noch einmal das Ziel, bis 2030 rund eine Million Ladesäulen zu schaffen. Bei dem Treffen mit den Autokonzernen gehe es außerdem um neue Kaufprämien für alternative Antriebe und um grundlegende Änderungen für die Arbeit der Branche.| 03.11.2019 14:00 Uhr