NDR Info Nachrichten vom 02.11.2019:

Wieder Streiks bei Lufthansa?

Frankfurt am Main: Bei der Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften könnte es bald neue Streiks geben. In einer Urabstimmung haben sich die Flugbegleiter der Airlines für unbefristete Arbeitsniederlegungen ausgesprochen. Die Gewerkschaft Ufo will am Montag Einzelheiten mitteilen. Das Kabinenpersonal kämpft unter anderem für eine bessere Bezahlung, eine betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitregelungen. Die Flugbegleiter hatten schon im Oktober gestreikt und den Ausfall von mehr als 100 Flügen bei Lufthansa CityLine, Eurowings, Germanwings und SunExpress erwirkt. Der Lufthansa-Konzern lehnt Verhandlungen mit dem aktuellen Ufo-Vorstand seit Monaten ab.| 02.11.2019 07:45 Uhr

Merkel beendet Indien-Reise

Neu Delhi: Bundeskanzlerin Merkel beendet heute ihren Indien-Besuch. Zum Abschluss ihrer Reise rief sie deutsche Unternehmen auf, vermehrt in dem Land zu investieren. Es gebe sehr gute Möglichkeiten für ein stärkeres deutsches Wirtschaftsengagement, so Merkel. Zudem regte sie einen neuen Anlauf für ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien an. Die Bundesregierung werde darüberhinaus die Anwerbung ausländischer Fachkräfte forcieren, so die Kanzlerin. Dabei sollen vor allem langwierige Visa-Verfahren vereinfacht werden.| 02.11.2019 07:45 Uhr

Neue Demonstrationen in Chile

Santiago: In Chile sind erneut zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Regierungspolitik zu protestieren. Kundgebungen gab es unter anderem in der Hauptstadt Santiago de Chile und in der Hafenstadt Valparaiso. Die Proteste blieben weitgehend friedlich. Die Demonstranten fordern unter anderem eine Renten- und eine Verfassungsreform sowie Änderungen des ultraliberalen Wirtschaftssystems. Seit Beginn der Proteste Mitte Oktober kamen mindestens 20 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Wegen der Unruhen hat Chile die Gastgeberschaft für die UN-Klimakonferenz im Dezember abgesagt. Das Treffen findet nun in der spanischen Hauptstadt Madrid statt.| 02.11.2019 07:45 Uhr

Mehr als 50 Tote nach Angriff in Mali

Bamako: In Mali sind bei einem Angriff auf die Armee des Landes mehr als 50 Menschen getötet worden. Die Regierung des westafrikanischen Staates spricht von einem Terrorangriff. Wer hinter der Attacke steckt, ist noch unklar. Sie ereignete sich in einem Armeestützpunkt in Indelimane nahe der Grenze zu Niger. In das betroffene Gebiet sei Verstärkung geschickt worden, hieß es. In Mali sowie in den Nachbarländern Niger und Burkina Faso gibt es seit Jahren Angriffe von Islamistengruppen. Die Bundeswehr ist mit etwa 1.100 Soldaten an einer UN-Mission zur Stabilisierung des Landes beteiligt.| 02.11.2019 07:45 Uhr