NDR Info Nachrichten vom 28.10.2019:

Mohring: Zusammenarbeit mit Linken möglich

Erfurt: Thüringens CDU-Chef Mohring lehnt nach der Landtagswahl eine Zusammenarbeit mit der Linken nicht mehr grundsätzlich ab. Mohring sagte dem MDR, er schließe keine Gespräche mit denen aus, die auf dem Boden der Verfassung in Thüringen stünden und das Land gemeinsam voranbringen wollten. Die CDU hat bei der Wahl erhebliche Verluste eingefahren. Vor der Abstimmung hatte die CDU eine Kooperation mit der Linken allerdings noch ausgeschlossen. Ministerpräsident Ramelow von der Linken bekräftigte derweil seinen Anspruch, die Regierung zu bilden. Seine Partei sei stärkste Kraft in Thüringen geworden, so Ramelow. Er wolle mit allen demokratischen Kräften sprechen. Thüringen steht jetzt eine schwierige Regierungsbildung bevor. Denkbar wäre eine Koalition aus Linken und CDU, aber auch eine Minderheitsregierung der Linken mit SPD und Grünen mit wechselnden Mehrheiten. Sozialdemokraten und Grüne hatten Verluste hinnehmen müssen. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD. Wieder im Erfurter Landtag vertreten ist auch die FDP.| 28.10.2019 09:45 Uhr

Midyatli: Erfurter Ergebnis wirkt auf Bundes-SPD

Hamburg: Schleswig-Holsteins SPD-Chefin Midyatli rechnet nach der Wahl in Thüringen mit verschärften innerparteilichen Diskussionen. Midyatli sagte auf NDR Info, die SPD schaffe es nicht, die gute Arbeit in der Großen Koalition in Wählerstimmen umzumünzen. Das werde sich auf die Debatte über Parteivorsitz und Verbleib der Partei in der Großen Koalition auswirken. Mit Blick auf die Stichwahl zum SPD-Parteivorsitz sagte Midyatli, ein innerparteilicher Prozess wie die Wahl von neuen Vorsitzenden lasse eine Partei enger zusammenrücken. Bis zur Stichwahl Ende November erwartet Midyatli aber noch größere inhaltliche Zuspitzungen.| 28.10.2019 09:45 Uhr

Arbeitskreis schätzt Steueraufkommen

Stuttgart: Der Arbeitskreis Steuerschätzung ist zu dreitägigen Beratungen zusammengekommen. Das Gremium schätzt jeweils im Frühjahr und Herbst die künftigen Steuereinnahmen. Die Prognosen sind Grundlage der Haushaltsplanung von Bund, Ländern und Kommunen. Übermorgen will Bundesfinanzminister Scholz die neuen Vorhersagen bekanntgeben. Nach Medienberichten dürfte es im laufenden Jahr für den Bund noch einmal einen Anstieg der Einnahmen geben. In den folgenden Jahren sollen die Steuereinnahmen aber niedriger ausfallen als bisher angenommen.| 28.10.2019 09:45 Uhr