NDR Info Nachrichten vom 28.10.2019:

Linke gewinnt in Thüringen

Erfurt: In Thüringen ist die Partei Die Linke von Ministerpräsident Ramelow stärkste Kraft geworden. Sie erreichte 31 Prozent der Stimmen. Wegen der Verluste der Koalitionspartner verliert das rot-rot-grüne Bündnis aber seine Mehrheit. Die SPD kommt auf 8,2 Prozent. Die Grünen erhielten 5,2 Prozent der Stimmen. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit 23,4 Prozent. Die CDU rutscht auf 21,8 Prozent ab. Die FDP schafft 5 Prozent. Thüringen steht nun vor einer schwierigen Regierungsbildung. Möglicherweise kommt nur eine Minderheitsregierung in Frage. CDU und FDP schließen bislang eine Zusammenarbeit sowohl mit der Linken als auch mit der AfD aus.| 28.10.2019 02:00 Uhr

Maas will Libyen-Konferenz ausrichten

Tripolis: Außenminister Maas will noch in diesem Jahr in Berlin eine internationale Libyen-Konferenz ausrichten. Der SPD-Politiker sagte bei einem Kurzbesuch in dem Bürgerkriegsland, vorher solle es noch ein Treffen auf Experten-Ebene geben. In Libyen herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Gaddafi im Jahr 2011 Chaos. Zahlreiche Milizen kämpfen um Einfluss. Heute wird Maas in Tunesien erwartet.| 28.10.2019 02:00 Uhr

Rechte Hand von Bagdadi ebenfalls getötet

Damaskus: Nach IS-Chef Bagdadi soll auch ein weiteres hochrangiges Mitglied der Terrororganisation getötet worden sein. Das kurdisch geführte Militärbündnis SDF erkärte, der Islamist Muhadschir sei bei einem gemeinsamen Einsatz mit US-Truppen in der nördlichen Provinz Aleppo getötet worden. Muhadschir galt als rechte Hand von Bagdadi, dessen Tod US-Präsident Trump wenige Stunden zuvor verkündet hatte. Die französische Regierung warbte vor Racheakten des sogenannten Islamischen Staates.| 28.10.2019 02:00 Uhr

Peronist gewinnt in Argentinien

Buenos Aires: Bei der Präsidentenwahl in Argentinien hat der Mitte-Links-Kandidat Alberto Fernández laut Teilergebnissen bereits im ersten Wahlgang gewonnen. Der Peronist kam nach Auszählung von 75 Prozent der Stimmen auf rund 47 Prozent. Der wirtschaftsliberale Amtsinhaber Mauricio Macri erhielt lediglich 41 Prozent und wäre damit abgewählt. Das Ergebnis fiel demnach etwas knapper aus, als Umfragen es hatten erwarten lassen.| 28.10.2019 02:00 Uhr