NDR Info Nachrichten vom 26.10.2019:

SPD entscheidet in Stichwahl über neue Führung

Berlin: Nach der Mitgliederbefragung der SPD bleibt die Frage der künftigen Führung offen. Im ersten Wahlgang erreichte keines der sechs Kandidatenteams die absolute Mehrheit. Die meisten Stimmen erhielen Bundesfinanzminister Scholz und die Brandenburger Landespolitikerin Geywitz. Auf dem zweiten Platz folgten Nordrhein-Westfalens früherer Finanzminister Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken. Der Abstand betrug weniger als zwei Prozentpunkte. Zwischen diesen Teams müssen nun die SPD-Mitglieder in einer Stichwahl entscheiden. Die Gewinner sollen dann auf einem Bundesparteitag im Dezember auch formal zur neuen Führung bestimmt werden. Die bisherige Parteichefin Nahles war Anfang Juni unter großem innerparteilichen Druck zurückgetreten. Seither wird die SPD kommissarisch geführt.| 26.10.2019 22:00 Uhr

AKK: Brauchen Alternative für Nordsyrien

Berlin: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat erneut für mehr Engagement im Syrien-Konflikt geworben. Die CDU-Vorsitzende sagte, man brauche eine Alternative zu Sotschi. Daran arbeite jedes Mitglied der Bundesregierung. In Sotschi hatten sich die Führungen Russlands und der Türkei darauf verständigt, auf einem Abzug der kurdischen YPG zu bestehen. Später wollen beide Seiten gemeinsam das nordsyrische Grenzgebiet kontrollieren. Anfang der Woche hatte Kramp-Karrenbauer für eine internationale Schutzzone in Nordsyrien geworben. Außenminister Maas von der SPD distanzierte sich davon bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Cavusoglu erneut. In Ankara bezeichnete Maas den Plan als unrealistisch; man habe die Zeit für Themen genutzt, die jetzt wichtig seien.| 26.10.2019 22:00 Uhr

Großbritannien: Anklage gegen Lkw-Fahrer

London: Nach dem Leichenfund in Großbritannien ist Anklage gegen den Lastwagenfahrer erhoben worden. Wie die Polizei mitteilte, werden dem Mann aus Nordirland Totschlag in 39 Fällen sowie Beihilfe zum Menschenhandel vorgeworfen. Drei weitere Verdächtige sitzen derzeit in Untersuchungshaft. In der Nacht zu Mittwoch waren im Kühlcontainer eines Lkw nahe London 39 Leichen entdeckt worden. Bei der Frage nach dem Herkunftsland der Menschen konzentrieren sich die Ermittler inzwischen auf Vietnam. Es kämen aber weiterhin auch andere Staaten infrage. Zunächst waren die Behörden davon ausgegangen, dass alle Toten aus China stammen. Wann und wo die Menschen in den Lkw gelangten, ist immer noch unklar.| 26.10.2019 22:00 Uhr