NDR Info Nachrichten vom 26.10.2019:

Syrien: Maas und Cavusoglu lehnen AKK-Vorstoß ab

Ankara: Außenminister Maas und sein türkischer Kollege Cavusoglu haben sich vom Syrienplan der Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer distanziert. Nach einem Treffen zur Lage in Nordsyrien bezeichneten beide den Vorstoß als nicht realistisch. Maas erklärte, für Debatten mit einem eher theoretischen Charakter fehle den Menschen in Syrien die Zeit. Der Bundesaußenminister begrüßte die Bereitschaft der Türkei für eine dauerhafte Waffenruhe in Nordsyrien. Ankara fordert allerdings den vollständigen Abzug der Kurdenmiliz YPG aus dem Gebiet. Der türkische Außenminister Cavusoglu kritisierte die Haltung der Bundesregierung in dem Konflikt. Obwohl Deutschland angebe, die Sicherheitsbedenken der Türkei zu verstehen, stelle das Land sich auf die Seite der YPG. Die Türkei stuft die kurdischen Kämpfer als Terroristen ein.| 26.10.2019 14:45 Uhr

Warten auf Ergebnis der SPD-Mitgliederbefragung

Hannover: Vor der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses zum künftigen SPD-Vorsitz hat Niedersachsens Innenminister Pistorius seine Partei zur Geschlossenheit aufgerufen. Entscheidend sei am Ende, dass sich alle hinter dem Ergebnis versammelten, auch wenn die Wahlbeteiligung nicht so hoch sei. Das Ergebnis dürfe weder kleingeredet noch relativiert werden. Pistorius bewirbt sich gemeinsam mit der sächsischen Integrationsministerin Köpping um die Parteiführung. Insgesamt gibt es sechs Kandidaten-Duos. Derzeit läuft noch die Stimmenauszählung im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Die SPD will das Ergebnis der Mitgliederbefragung am Abend bekanntgeben. Falls kein Bewerber-Team mehr als 50 Prozent bekommt, gibt es eine Stichwahl. Das letzte Wort über die künftige SPD-Spitze haben die Delegierten auf dem Bundesparteitag Anfang Dezember.| 26.10.2019 14:45 Uhr

US-Kongress erhält ungeschwärzten Mueller-Bericht

Washington: Das US-Justizministerium ist verpflichtet, den vollständigen Bericht von Sonderermittler Mueller zur Russland-Affäre herauszugeben. Das hat eine Bundesrichterin in Washington entschieden. Sie setzte dem Ministerium eine Frist bis zum 30. Oktober, die bislang geschwärzten Stellen des Berichts dem Repräsentantenhaus auszuhändigen. Gegen den Beschluss kann noch Berufung eingelegt werden. Sonderermittler Mueller hatte etwa zwei Jahre lang untersucht, ob das Wahlkampfteam von Donald Trump geheime Absprachen mit Vertretern Russlands getroffen hat. Außerdem ging es um die Frage, ob Trump später als US-Präsident die Ermittlungen zu der Affäre behindert hat.| 26.10.2019 14:45 Uhr

Irak: Zahl der Toten bei Demonstrationen gestiegen

Bagdad: Im Irak ist die Zahl der Todesopfer bei Protesten gegen die Regierung auf mindestens 42 gestiegen. Das teilte die irakische Menschenrechtskommission mit. Mehr als 2.300 Menschen sind verletzt worden. In Bagdad hatten gestern Tausende Demonstranten versucht, in die besonders geschützte sogenannte Grüne Zone einzudringen. Dort befinden sich viele Regierungseinrichtungen und Botschaften. Die Polizei setzte scharfe Munition, Gummigeschosse und Tränengas ein. Auch heute gibt es in der irakischen Hauptstadt wieder Proteste gegen hohe Arbeitslosigkeit, Korruption und Misswirtschaft.| 26.10.2019 14:45 Uhr