NDR Info Nachrichten vom 24.10.2019:

Krititk nach Äußerungen Kramp-Karrenbauers

Berlin: Oppositionspolitiker haben mit Kritik auf Äußerungen von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zum Vorgehen der Türkei in Nordsyrien reagiert. Die CDU-Chefin hatte die Militäroperation Ankaras im Nachbarland als "Annexion" bezeichnet - ein Begriff, der für die dauerhafte Übernahme eines Staatsgebiets steht. Sowohl Politiker von der FDP als auch von den Grünen zeigten sich irritiert und rieten Kramp-Karrenbauer, auf ihre Wortwahl zu achten. Der FDP-Außenpolitiker Graf Lambsdorff sprach von Inkompetenz, die betroffen mache. Die Lage in Nordsyrien ist heute auch Thema eines NATO-Treffens in Brüssel.| 24.10.2019 06:45 Uhr

Azubis sollen Mindestvergütung erhalten

Berlin: Auszubildende in Deutschland sollen künftig mindestens 515 Euro pro Monat erhalten. Eine solche Mindestvergütung sieht ein Gesetzentwurf der Regierung vor, über den der Bundestag heute abstimmt. Vorgesehen ist zudem, dass der Satz künftig von Jahr zu Jahr steigen soll. Der Bundestag entscheidet heute außerdem über einen besseren Schutz von Paketboten. Die Regierung will Versandunternehmen verpflichten, Sozialbeiträge nachzuzahlen, wenn ein Subunternehmer dies nicht tut.| 24.10.2019 06:45 Uhr

Schäuble: Andere Meinungen aushalten

Berlin: Bundestagspräsident Schäuble hat einen fairen Umgang mit anderen Meinungen angemahnt. Mit Blick auf die jüngsten Auftritte von Politikern in Hamburg und Göttingen, die durch Demonstranten gestört oder verhindert wurden, sagte Schäuble, die Redefreiheit werde unter Verweis auf die political correctness eingeschränkt. Meinungsfreiheit sichere aber nur derjenige, der sie konsequent anwende. Andere oder gar abwegige Meinungen müssten ausgehalten werden, sagte Schäuble der "Bild". Nur dann sei ein sachorientierter und produktiver Streit möglich. In Hamburg hatten Demonstranten gestern auch den zweiten Versuch des AfD-Mitbegründers Lucke gestört, an der Universität eine Vorlesung zu halten.| 24.10.2019 06:45 Uhr