NDR Info Nachrichten vom 23.10.2019:

39 Leichen in Lastwagen in England entdeckt

London: Die britische Polizei hat in einem Lastwagen in der Grafschaft Essex 39 Leichen entdeckt. Das Fahrzeug stand in einem Industriegebiet, etwa 30 Kilometer von London entfernt. Der 25 Jahre alte Fahrer wurde festgenommen und steht unter Mordverdacht. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass der Lastwagen aus Bulgarien gekommen ist und am Sonnabend in Wales eintraf. Die Leichen werden jetzt obduziert. Ob es sich um ins Land geschleuste Migranten handelt, ist offen.| 23.10.2019 15:45 Uhr

Kabinett billigt Reform von Strafverfahren

Berlin: In Deutschland sollen Ermittler für die Verfolgung von Straftaten mehr Rechte erhalten. Das Bundeskabinett brachte dazu ein Gesetz zur Modernisierung des Strafverfahrens auf den Weg. Vorgesehen ist unter anderem, dass künftig die DNA-Analyse auch dazu genutzt werden darf, um die Haut-, Haar- und Augenfarbe eines Tatverdächtigen zu ermitteln sowie sein Alter. Bislang durfte die Technik nur verwendet werden, um das Geschlecht festzustellen. Die Ermittler sollen künftig außerdem weitreichendere Befugnisse bei der Telefon- und E-Mail-Überwachung erhalten. Änderungen sind auch bei Strafverfahren geplant. Sie sollen nicht mehr durch ständig gleichlautende Beweisanträge künstlich in die Länge gezogen werden können. Das Kabinett verabschiedete auch weitere Teile des Klimapakets. Dazu gehört ein CO2-Preis auf Sprit, Heizöl und Gas. Er soll im Jahr 2021 zunächst bei zehn Euro pro Tonne des Treibhausgases liegen.| 23.10.2019 15:45 Uhr

Irlands Premier stimmt Brexit-Verlängerung zu

Dublin: Der irische Premierminister Varadkar hat als erster der 27 EU-Staats- und Regierungschefs seine Zustimmung zu einer Verlängerung der Brexit-Frist bis 31. Januar 2020 erklärt. Auch Deutschland steht einer Verlängerung offen gegenüber, wie Regierungssprecher Seibert betonte. Die EU-Staaten wollen am Nachmittag über eine erneute Verschiebung des britischen EU-Austritts beraten. Ihre Zustimmung zu einer Fristverlängerung gilt als wahrscheinlich, ist aber nicht gesichert. So hatte sich die französische Regierung zuvor für eine kürzere Brexit-Verlängerungsfrist ausgesprochen. Die Entscheidung der EU-Staaten muss einstimmig erfolgen. Gestern hatte das britische Unterhaus erklärt, den Gesetzgebungsprozess nicht im Schnellverfahren abzuschließen. Premierminister Johnson legte daraufhin das Gesetzgebungsverfahren zum Brexit auf Eis.| 23.10.2019 15:45 Uhr