NDR Info Nachrichten vom 22.10.2019:

Bauern demonstrieren gegen Agrarpolitik

Bonn: Tausende Landwirte haben bundesweit gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung demonstriert. An der zentralen Kundgebung auf dem Bonner Münsterplatz beteiligten sich etwa 4.000 Menschen. Viele von ihnen sind im Konvoi mit ihren Traktoren angereist. Organisiert wurde der Protest von einer Initiative namens "Land schafft Verbindung". Einer der Organisatoren rief die Politik zu einem Dialog mit den Landwirten auf. Die aktuelle Politik gefährde Familienbetriebe. So beklagen die Bauern die Verschärfung der Düngeregeln sowie erleichterte Importe aus Südamerika. Auch in Norddeutschland gab es zahlreiche Kundgebungen. In Niedersachsen waren nach Schätzungen der Polizei fast 3.000 Traktoren unterwegs, in Schleswig-Holstein 1.700, in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Hamburg jeweils 500.| 22.10.2019 14:15 Uhr

Assad besucht Rebellenprovinz Idlib

Damaskus: Syriens Präsident Assad hat Regierungstruppen nahe der Rebellenhochburg Idlib besucht. Dabei erklärte er die Rückeroberung Idlibs zur Schlüsselfrage im syrischen Bürgerkrieg. Assad sagte, die Schlacht um Idlib sei die Grundlage, um Chaos in allen syrischen Regionen zu beenden. Es war der erste Besuch des Machthabers in der Region seit dem Kriegsbeginn im Jahr 2011. Der größte Teil der Provinz Idlib steht unter Kontrolle islamistischer Rebellen. Den türkischen Präsidenten Erdogan bezeichnete Assad als Dieb, der syrischen Boden stehle. Dabei bezog er sich auf die türkische Offensive gegen Kurden im Norden Syriens. Dir dortige Lage ist heute Gegenstand von Beratungen zwischen Erdogan und dem russischen Präsidenten Putin. Russland ist in den vergangenen Jahren ein wichtiger Partner Assads gewesen.| 22.10.2019 14:15 Uhr

Hoher Schaden durch Wirtschaftskriminalität

Wiesbaden: Wirtschaftskriminalität hat im vergangenen Jahr einen Schaden von mehr als drei Milliarden Euro in Deutschland verursacht. Die Summe sei damit rund zehn Prozent niedriger gewesen als im Vorjahr, teilte das Bundeskriminalamt mit. Sie liege aber weiter auf sehr hohem Niveau. Den Angaben zufolge häuften sich vor allem Straftaten im Internet. Täter nutzten vor allem soziale Medien, um vermeintlich profitable Anlagemöglichkeiten anzubieten. Opfer bemerkten den Betrug oft erst dann, wenn es um die Auszahlung ihres Geldes gehe. Insgesamt registrierte die Polizei 2018 etwa 50.000 Fälle von Wirtschaftskriminalität. Das waren 32 Prozent weniger als im Vorjahr. Dazu zählen unter anderem Schneeballsysteme, Insolvenzverschleppung und Abrechnungsbetrug.| 22.10.2019 14:15 Uhr