NDR Info Nachrichten vom 20.10.2019:

Großbritannien beantragt Verschiebung des Brexits

London: Großbritannien hat beantragt, den Austritt aus der Europäischen Union zu verschieben. Allerdings hat Premierminister Johnson das Schreiben nach übereinstimmenden Berichten nicht unterzeichnet. Vielmehr habe er in einem zweiten Brief klargemacht, dass nur das Parlament, nicht aber seine Regierung die Verschiebung wolle. Ratspräsident Tusk will jetzt mit den Staats- und Regierungchefs über den Antrag beraten. Johnson hatte sich mit der EU auf ein neues Austrittsabkommen geeinigt. Eine Abstimmung darüber hat das Parlament aber verschoben. Wegen einer früheren Entscheidung der Abgeordneten war Johnson damit gesetzlich verpflichtet, eine Verschiebung des Austritts zu beantragen.| 20.10.2019 01:00 Uhr

Deutsche Wirtschaft kritisiert Brexit-Votum

Berlin: Die deutsche Wirtschaft hat kritisch auf die Entscheidung des britischen Parlaments reagiert, die Abstimmung über das Austritssabkommen zu verschieben. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Schweitzer, sagte, die Entscheidung sei keine gute Nachricht für deutsche Unternehmen. Sie wüssten immer noch nicht, wie es jetzt mit ihren Geschäftsbeziehungen weitergeht. Der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Bingmann, sagte, die Briten strapazierten erneut die Geduld ihrer europäischen Freunde.| 20.10.2019 01:00 Uhr