NDR Info Nachrichten vom 19.10.2019:

Abstimmung über Brexit-Vertrag verschoben

London: Das britische Unterhaus wird - anders als geplant - doch nicht heute über das neue Brexit-Abkommen abstimmen. Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten billigte einen Änderungsantrag. Dieser sieht vor, dass erst das Gesetz zur Umsetzung des Vertrags verabschiedet werden muss. Damit ist die Entscheidung über das eigentliche Abkommen verschoben. In der Sondersitzung des Unterhauses hatte zunächst Premier Johnson noch einmal eindringlich an die Parlamentarier appelliert, sein mit Brüssel ausgehandeltes Brexit-Abkommen anzunehmen. Das Unterhaus habe eine historische Gelegenheit, so der Regierungschef. Oppositionsführer Corbyn rief die Abgeordneten auf, den Vertrag abzulehnen. Nach seiner Ansicht sollte das britische Volk das letzte Wort haben. Seit dem Nachmittag demonstrieren in London Hunderttausende Brexit-Gegner; sie fordern ein neues Referendum.| 19.10.2019 17:15 Uhr

CSU: Nur abgeschwächte Frauenquote

München: Die CSU hat sich auf ihrem Parteitag nur auf eine abgeschwächte Frauenquote verständigt. Nach langer Debatte wurde der Leitantrag entsprechend geändert. Demnach gilt die bisherige 40-Prozent-Vorgabe im Landes- und den Bezirksvorständen künftig auch für Kreisvorstände – allerdings nicht als Muss-, sondern nur als Soll-Bestimmung. CSU-Chef Söder hatte zuvor energisch für die Quote geworben mit dem Argument, gerade junge, gut ausgebildete Frauen hätten in der Partei sonst keine Perspektive der Gleichbehandlung. Zum Abschluss des Parteitags trat CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer als Gastrednerin auf. Sie appellierte an die Schwesterpartei, die Zukunft gemeinsam anzupacken.| 19.10.2019 17:15 Uhr

Salvini führt Großkundgebung gegen Regierung an

Rom: In Italien hat der Chef der rechten Lega, Salvini, eine Großkundgebung gegen die neue Regierung angeführt. Auch die Mitte-Rechts-Partei des früheren Ministerpräsident Berlusconi schloss sich der Protestveranstaltung an. Die Regierungsgegner versammelten sich im Zentrum Roms. Der frühere Innenminister Salvini hatte mit 200.000 Demonstranten gerechnet. Wie viele Menschen tatsächlich gekommen sind, ist noch unklar. Seit eineinhalb Monaten ist in Italien eine Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten an der Macht. In Umfragen liegt Salvinis Lega nach wie vor weit vor allen anderen Parteien.| 19.10.2019 17:15 Uhr

Großdemo gegen türkischen Militäreinsatz

Köln: In der nordrhein-westfälischen Stadt haben Tausende Menschen gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien protestiert. Nach Schätzungen der Polizei nahmen etwa 10.000 Demonstranten an der Abschlusskundgebung in der Kölner Innenstadt teil. Damit waren deutlich weniger Menschen gekommen, als Veranstalter und Behörden erwartet hatten. Viele Teilnehmer trugen Flaggen der kurdischen YPG-Miliz und Plakate mit Aufschriften, die sich unter anderem gegen die türkische Regierung richteten. Nach Angaben der Polizei verlief der Protest friedlich. Auch in anderen deutschen Städten wie Berlin, Hamburg und Hannover gibt es heute Proteste gegen den türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien.| 19.10.2019 17:15 Uhr