NDR Info Nachrichten vom 19.10.2019:

Johnson wirbt für Brexit-Abkommen

London: Vor der Abstimmung im britischen Unterhaus über den Brexit-Vertrag hat sich Premierminister Johnson parteiübergreifend um Unterstützung bemüht. Dafür führte er zahlreiche Telefonate. Gestern Abend erklärte der Premier in einem BBC-Interview, ein besseres Ergebnis als die jetzt erzielte Vereinbarung mit der EU werde es nicht geben. Um 10 Uhr 30 unserer Zeit tritt das Unterhaus in London zu einer Sondersitzung zusammen. Erstmals seit dem Falklandkrieg vor 37 Jahren tagt das britische Parlament wieder an einem Sonnabend. Johnson wird zunächst ein Statement abgeben, anschließend beginnt die Debatte. Labour als größte Oppositionspartei, die Liberaldemokraten sowie die nordirische DUP haben ihre Abgeordneten aufgerufen, den Vertrag abzulehnen. Es wird damit gerechnet, dass der Ausgang der Abstimmung sehr knapp ausfallen wird.| 19.10.2019 09:15 Uhr

Deutliche Kritik an Syrien-Politik Trumps

Washington: In den USA hat ein einflussreicher Politiker der Republikaner die Syrien-Politik von Präsident Trump deutlich kritisiert. Der Mehrheitsführer im Senat, McConell schreibt in einem Gastbeitrag für die Washington Post, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen, sei ein schwerer strategischer Fehler. Er mache die USA unsicherer, stärke ihre Feinde und schwäche wichtige Verbündete. McConell spricht von einem Albtraum für die Vereinigten Staaten und mahnt, den Krieg gegen die Terrororganisation IS zu Ende zu führen.| 19.10.2019 09:15 Uhr

Einigung auf Mietendeckel für Berlin

Berlin: In der Hauptstadt soll ein sogenannter Mietendeckel eingeführt werden. Die Koalition von SPD, Linken und Grünen einigte sich darauf, Mieten in Berlin für fünf Jahre einzufrieren. Betroffen sind anderthalb Millionen Wohnungen, die vor 2014 gebaut wurden. Erklärtes Ziel ist es, angesichts stark gestiegener Wohnkosten den sozialen Frieden zu wahren. Damit die Regelung in Kraft tritt, fehlen noch ein Beschluss des Senats und die Zustimmung des Abgeordnetenhauses. Die Berliner CDU spricht von einem schwarzen Tag für den Wohnungsbau, denn die Sanierung von Wohnungen werde dadurch zum Stillstand kommen.| 19.10.2019 09:15 Uhr