NDR Info Nachrichten vom 19.10.2019:

Johnson wirbt für Brexit-Abkommen

London: Großbritanniens Premierminister Johnson hat die Abgeordneten des Unterhauses aufgerufen, dem Austrittsvertrag mit der EU heute zuzustimmen. Johnson sagte der BBC, ein besseres Ergebnis als die jetzige Vereinbarung mit Brüssel werde es nicht geben. Im Laufe des Tages stimmen die Parlamentarier darüber ab. Es gilt als ungewiss, ob das Abkommen eine Mehrheit bekommt. Vor dem Parlament sind Kundgebungen für ein zweites Referendum über den britischen EU-Austritt geplant. Großbritannien und die EU hatten sich am Donnerstag auf ein neues Vertragswerk geeinigt. Es soll eine harte Grenze zwischen Irland und der britischen Provinz Nordirland verhindern, den Briten aber gleichzeitig Gestaltungsspielraum bei neuen Handelsverträgen geben.| 19.10.2019 07:15 Uhr

Ausschreitungen bei Protesten in Katalonien

Barcelona: In der fünften Nacht in Folge ist es bei Protesten von Befürwortern einer katalanischen Unabhängigkeit zu Ausschreitungen gekommen. Radikale Demonstranten zündeten Barrikaden an und warfen Steine auf die Sicherheitskräfte. Die Beamten setzten Tränengas und Gummigeschosse ein. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens 60 Menschen verletzt. Auch in anderen katalanischen Städten wie Tarragona, Lleida und Girona kam es zu Unruhen. Zuvor hatten in Barcelona laut Polizei mehr als 500.000 Menschen friedlich gegen ein Urteil des Obersten Gerichtshofes demonstriert. Das Gericht hatte frühere katalanische Politiker wegen ihrer Rolle beim Unabhängigkeitsreferendums vor zwei Jahren zu langen Haftstrafen verurteilt.| 19.10.2019 07:15 Uhr

Einigung auf Mietendeckel für Berlin

Berlin: In der Hauptstadt soll ein sogenannter Mietendeckel eingeführt werden. Die Koalition von SPD, Linken und Grünen einigte sich darauf, Mieten in Berlin für fünf Jahre einzufrieren. Betroffen sind anderthalb Millionen Wohnungen, die vor 2014 gebaut wurden. Erklärtes Ziel ist es, angesichts stark gestiegener Wohnkosten den sozialen Frieden zu wahren. Damit die Regelung in Kraft tritt, fehlen noch ein Beschluss des Senats und die Zustimmung des Abgeordnetenhauses. Die Berliner CDU spricht von einem schwarzen Tag für den Wohnungsbau, denn die Sanierung von Wohnungen werde dadurch zum Stillstand kommen.| 19.10.2019 07:15 Uhr