NDR Info Nachrichten vom 14.10.2019:

Syrien schickt Truppen in den Norden

Damaskus: Wenige Tage nach dem Start der türkischen Militäroffensive im Norden Syriens droht sich die Lage in der Region zuzuspitzen. Die Regierung in Damaskus schickte Truppen in das Gebiet. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien gab an, Soldaten seien in dem von Kurdenmilizen kontrollierten Gebiet zwischen den Städten Al-Hassaka und Ras al-Ain eingerückt. Die Offensive der Türkei läuft seit vergangenen Mittwoch. Verteidigungsminister Akar sagte in Ankara, Ras al-Ain und eine weitere Stadt seien inzwischen vollständig unter türkischer Kontrolle. Die Weltgesundheitsorganisation äußerte sich besorgt über die Lage der Zivilisten in der Region. Bis zu 200.000 Frauen, Männer und Kinder seien zur Flucht gezwungen worden, heißt es. Fast 1,5 Millionen Menschen bräuchten medizinische Hilfe.| 14.10.2019 17:45 Uhr

Haftbefehl gegen Puigdemont wieder in Kraft

Madrid: Gegen den früheren katalanischen Regionalpräsidenten Puigdemont liegt erneut ein Haftbefehl vor. Die spanische Justiz setzte die zwischenzeitlich ausgesetzte Anordnung wieder in Kraft. Puigdemont war 2017 vor einer Festnahme in Spanien ins Exil nach Brüssel geflohen. Er hatte in Katalonien ein Unabhängigkeitsreferendum durchführen lassen. Die Zentralregierung in Madrid stufte die Abstimmung als illegal ein. Der Oberste Gerichtshof Spaniens verurteilte am Vormittag neun von zwölf angeklagten Separatistenführern zu hohen Haftstrafen. Wegen Aufruhrs und der Veruntreuung öffentlicher Gelder verhängten die Richter Haftstrafen zwischen neun und 13 Jahren. In Katalonien stießen die Urteile auf Kritik. Der amtierende Regionalpräsident Torra bezeichnete sie als ungerecht und undemokratisch. In der gesamten Region sind für den Abend Demonstrationen angekündigt.| 14.10.2019 17:45 Uhr

Merkel gratuliert zum Wahlsieg in Polen

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat dem polnischen Ministerpräsidenten Morawiecki zum Sieg bei der Parlamentswahl gratuliert. Regierungssprecher Seibert sagte, Deutschland und Polen seien Freunde, Nachbarn und Partner. Die Bundesrepublik wolle die enge Zusammenarbeit mit der nationalkonservativen Regierung fortsetzen. Die Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) hatte bei der gestrigen Parlamentswahl ihre absolute Mehrheit weiter ausbauen können.| 14.10.2019 17:45 Uhr