NDR Info Nachrichten vom 14.10.2019:

Warschau: PiS-Partei bei Parlamentswahl klar vorne

Warschau: In Polen haben die Nationalkonservativen die Parlamentswahl deutlich gewonnen. Prognosen zufolge stimmten gut 43 Prozent für die regierende "PiS"-Partei. Das größte Oppositionsbündnis, die liberalkonservative Bürgerkoalition, kam demnach auf etwa 27 Prozent der Stimmen. Damit würden die Nationalkonservativen ihre Mehrheit weiter ausbauen. In Umfragen hatte sich ein Erfolg der "PiS" bereits abgezeichnet. Bestätigen sich die Prognosen, könnte Ministerpräsident Morawiecki weiter ohne Koalitionspartner regieren. Er ist seit 2015 im Amt. Seitdem gilt das Verhältnis zwischen Polen und der EU als angespannt. Unter anderem hatte Brüssel wegen einer umstrittenen Justizreform ein Verfahren gegen Warschau eingeleitet.| 14.10.2019 00:00 Uhr

Tausende setzen Zeichen gegen Antisemitismus

Berlin: Vier Tage nach dem Terroranschlag von Halle mit zwei Toten haben in der Hauptstadt mehrere Tausend Menschen gegen Antisemitismus und rechte Gewalt demonstriert. Nach der Kundgebung zog ein Protestzug zur Neuen Synagoge in Berlin-Mitte. In Halle selbst gedachten mehr als tausend Menschen der Opfer und zeigten ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde. Viele Teilnehmer kritisierten, dass ein gesamtgesellschaftliche Problem verkannt werde. Ein Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft.| 14.10.2019 00:00 Uhr

Halle: Viel Kritik an Seehofers Gaming-Theorie

Berlin: Als Reaktion auf den Terroranschlag von Halle will Bundesinnenminister Seehofer verstärkt die sogenannte Gamer-Szene beobachten. In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" bezeichnete er Computerspiel-Plattformen im Internet als großes Problem bei der Terrorismusbekämpfung. Viele potentielle Attentäter nutzten die Spiele zur Vorbereitung, so Seehofer. Es gebe eine Unterwanderung der gesamten Gaming-Szene. Der rechtsextremistische Angreifer von Halle hatte vor der Tat eine Art Ablaufplan veröffentlicht, der wie die verschriftlichte Version eines Computerspiels wirkt. Oppositionspolitiker forderten Seehofer auf, statt Computerspiele die rechtsextreme Szene stärker zu überwachen.| 14.10.2019 00:00 Uhr