NDR Info Nachrichten vom 13.10.2019:

Polen wählt ein neues Parlament

Warschau: In Polen wird heute ein neues Parlament gewählt. Mehr als 30 Millionen Bürger sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Umfragen zufolge liegt die nationalkonservative Regierungspartei PiS vorn. Unklar ist aber, ob Ministerpräsident Morawiecki die absolute Mehrheit erreichen kann. Die Wahllokale schließen um 21 Uhr. Unter der Regierung der PiS war die polnische Justiz in den vergangenen Jahren grundlegend umgebaut worden. Die EU-Kommission reichte deshalb erst vor wenigen Tagen eine weitere Klage vor dem Europäischen Gerichtshof ein.| 13.10.2019 08:00 Uhr

Frankreich stoppt Waffenexporte in Türkei

Paris: Wegen der Militär-Offensive gegen kurdische Kämpfer in Syrien schränkt auch Frankreich die Ausfuhr von Waffen in die Türkei ein. Die Regierung will nach eigenen Angaben keine Rüstungsgüter mehr liefern, die für den Armeeeinsatz genutzt werden könnten. Auch Deutschland hatte angekündigt, keine neuen Genehmigungen mehr zu erteilen. Die Arabische Liga verurteilte den türkischen Einmarsch als Aggression und rief Ankara auf, sofort die Truppen abzuziehen. In mehreren europäischen Städten protestierten gestern tausende Menschen gegen den Militäreinsatz gegen die Kurden. In Deutschland gab es unter anderem in Hamburg, Köln und Berlin Kundgebungen.| 13.10.2019 08:00 Uhr

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer bei JU erwartet

Saarbrücken: Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer wird heute zum Deutschlandtag der Jungen Union erwartet. Die Delegierten hatten am Freitag mit großer Mehrheit beschlossen, dass über den nächsten Kanzlerkandidaten der Union per Urwahl abgestimmt werden soll. Damit stellte sich die Junge Union gegen den ausdrücklichen Wunsch von Kramp-Karrenbauer. Die CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin steht in ihrer Partei wegen schlechter Umfragewerte unter Druck. Gestern hatten unter anderem Gesundheitsminister Spahn und Bayerns Ministerpräsident Söder beim Treffen des Partei-Nachwuchses gesprochen. Beide riefen zur Geschlossenheit auf. Spahn mahnte, der politische Gegner stehe woanders, nicht in der eigenen Partei. Söder sagte, der Streit zwischen CDU und CSU habe der Union fundamental geschadet.| 13.10.2019 08:00 Uhr

Ecuador: Gespräche zwischen Regierung und Indignenen

Quito: In Ecuador soll es nach tagelangen Ausschreitungen erste Gespräche zwischen Regierung und Vertretern der indigenen Völker geben. Das teilten die Vereinten Nationen und die katholische Kirche mit. Demnach sind die Gespräche für heute Abend geplant. Gestern hatten Demonstranten in Ecuadors Hauptstadt Quito das Gebäude des Rechnungshofes verwüstet. Auch verschiedene Medien wurden angegriffen. Die Behörden nahmen 30 Menschen fest. Quito steht unter Militärkontrolle. Es gilt eine Ausgangssperre, auch für umliegende Gebiete. Als Auslöser für die Unruhen gelten stark gestiegene Benzinpreise. Präsident Moreno schaffte die staatlichen Subventionen für Kraftstoff ab, um eine Auflage für Kredite des Internationalen Währungsfonds zu erfüllen.| 13.10.2019 08:00 Uhr