NDR Info Nachrichten vom 12.10.2019:

Seehofer: Hohe Bedrohung durch Antisemitismus

Halle: Nach dem Anschlag in der Stadt in Sachsen-Anhalt mit zwei Toten hat Bundesinnenminister Seehofer wörtlich von einer hohen Bedrohungslage durch Antisemitismus gesprochen. Der ARD sagte Seehofer, es gebe etwa 24.000 Rechtsextreme in Deutschland. Viele seien gewaltbereit. Den vielen Worten müssten Taten folgen. Als Beispiele nannte Seehofer, jüdische Gotteshäuser besser zu sichern und Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz personell und organisatorisch aufzustocken. In Halle haben am Abend mehr als 1.000 Menschen mit Kerzen eine Lichterkette um die Synagoge gebildet. Mit dabei war auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff. Ähnliche Aktionen fanden unter anderem in Berlin, München, Dresden und Dortmund statt. Bei dem Anschlag in Halle waren zwei Menschen getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft.| 12.10.2019 00:00 Uhr

JU stimmt für Urwahl des Kanzlerkandidaten

Saarbrücken: Der nächste Kanzlerkandidat von CDU und CSU soll nach dem Willen des Partei-Nachwuchses in einer Urwahl von den Mitgliedern bestimmt werden. Mit diesem Beschluss stellte sich der Deutschlandtag der Jungen Union mit großer Mehrheit gegen den ausdrücklichen Wunsch der Parteivorsitzenden Kramp-Karrenbauer. Zuvor hatte sich Ex-Unionsfraktionschef Merz als Gastredner in der Debatte über eine Urwahl nicht festgelegt. Merz sagte in Saarbrücken, er habe Annegret Kramp-Karrenbauer nach deren Wahl zur CDU-Chefin aus Überzeugung seine Unterstützung versprochen. Zu dieser Zusage stehe er uneingeschränkt, so Merz. Zuvor hatte sich bereits der JU-Bundesvorsitzende Kuban in der Frage nicht positioniert.| 12.10.2019 00:00 Uhr

Trump verkündet Teileinigung mit China im Handelsstreit

Washington: Die USA und China haben sich nach den Worten von US-Präsident Trump im Handelsstreit auf ein Teilabkommen geeinigt. Die Übereinkunft umfasse unter anderem die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen. Peking habe zudem zugesagt, Agrargüter im Wert von bis zu 50 Milliarden Dollar zu kaufen. Sobald das Abkommen in der ersten Phase unterzeichnet sei, würden die Verhandlungen über eine zweite Phase fortgesetzt. Trump äußerte sich nach einem Treffen mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsident Liu He. Die beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt überziehen sich seit mehr als einem Jahr mit gegenseitigen Sonderzöllen. Der Streit hat die globale Konjunktur bereits deutlich gebremst.| 12.10.2019 00:00 Uhr