NDR Info Nachrichten vom 11.10.2019:

Schütze von Halle sitzt in Untersuchungshaft

Karlsruhe: Ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof hat gegen den mutmaßlichen Attentäter von Halle Haftbefehl erlassen. Die Bundesanwaltschaft hatte die U-Haft wegen Mordes beantragt. Sie wirft dem Mann vor, in der Synagoge von Halle ein Massaker an Juden geplant zu haben. Nachdem es ihm nicht gelang, in das Gotteshaus einzudringen, tötete der Schütze zwei Menschen in der Nähe der Synagoge. Der Angreifer filmte seine Tat und stellte die Aufnahmen ins Internet. Er wurde später auf der Flucht festgenommen. Generalbundesanwalt Frank sprach von einem terroristischen Akt. Im Auto des mutmaßlichen Täters wurden insgesamt vier Kilogramm Sprengstoff gefunden.| 11.10.2019 06:15 Uhr

Halle: Forderungen nach besserem Schutz von Synagogen

Berlin: Nach dem Anschlag von Halle mehren sich die Forderungen nach einem besseren Schutz von Synagogen. Die EU-Antisemitismusbeauftragte von Schnurbein rief alle Mitgliedstaaten auf, jüdische Einrichtungen ausreichend zu schützen und das auch zu finanzieren. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte sie, teilweise müssten jüdische Gemeinden 50 Prozent ihres Budgets für Schutzmaßnahmen ausgeben. Die Sicherheit der jüdischen Gemeinschaften sei aber Aufgabe und Verantwortung jedes einzelnen Staates. Bundesjustizministerin Lambrecht forderte ebenfalls einen besseren Schutz der jüdischen Gemeinden. In den ARD-"Tagesthemen" räumte die SPD-Politikerin zugleich Versäumnisse der Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Rechtsextremismus ein. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Klein, forderte in diesem Zusammenhang eine Verschärfung des Strafrechts. Paragraf 46, wonach rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenverachtende Beweggründe bei der Bemessung des Strafmaßes besonders berücksichtigt werden, müsse um das Wort "antisemitisch" erweitert werden, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.| 11.10.2019 06:15 Uhr

Syrien-Offensive: Stoltenberg in der Türkei

Ankara: Inmitten der türkischen Militäroffensive gegen kurdische Kräfte in Nordsyrien reist Nato-Generalsekretär Stoltenberg heute in die Türkei. Er trifft in Ankara zunächst Außenminister Cavusoglu, bevor er von Präsident Erdogan empfangen wird. Stoltenberg hatte die Türkei am Mittwoch zu Zurückhaltung aufgerufen und angekündigt, das Thema heute mit Erdogan zu besprechen. Die türkische Armee und ihre Verbündeten setzten ihre Angriffe auf syrische Grenzorte auch gestern am späten Abend fort. Kurdische Quellen berichteten von schweren Kämpfen am Stadtrand von Ras al-Ain. Laut der Hilfsorganisation Kurdischer Roter Halbmond wurden sieben Menschen getötet und 25 weitere verletzt.| 11.10.2019 06:15 Uhr

Entscheidung über diesjährigen Friedensnobelpreis

Oslo: In der norwegischen Hauptstadt wird heute bekanntgegeben, wer den diesjährigen Friedensnobelpreis erhält. Als eine Favoritin gilt die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden. Ihr war im September bereits einer der Alternativen Nobelpreise zugesprochen worden. Außerdem werden der Organisation "Reporter ohne Grenzen" Chancen eingeräumt - wegen ihres Einsatzes für die Pressefreiheit - sowie dem äthiopischen Ministerpräsidenten Ahmed, weil er einen Friedensvertrag mit dem verfeindeten Nachbarland Eritrea geschlossen hat. Insgesamt gingen mehr als 300 Vorschläge beim Kommittee ein.| 11.10.2019 06:15 Uhr

Börse Kompakt

Der japanische Nikkei-Index liegt bei 21,782 Punkten. Das ist ein Plus von 1,1 Prozent. Der Dow Jones schloss bei 26.496 Punkten; plus 0,6 Prozent. Der Dax bei 12.164 Punkten; plus 0,6 Prozent. Der Euro steht bei einem Dollar 10 15.| 11.10.2019 06:15 Uhr