NDR Info Nachrichten vom 10.10.2019:

Peter Handke erhält Literaturnobelpreis 2019

Stockholm: Der österreichische Schriftsteller Peter Handke erhält den diesjährigen Literaturnobelpreis. Das hat die schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittag bekannt gegeben. Wörtlich heißt es, mit seiner sprachlichen Genialität habe Handke die Peripherie und die Spezifität der menschlichen Erfahrung untersucht. Der 76-Jährige gilt als einer der einflussreichsten Schriftsteller der europäischen Nachkriegszeit. Er hat mehr als 90 Erzählungen, Prosawerke und Theaterstücke verfasst. Der Literaturnobelpreis 2018 geht an die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk. Die Jury zeichnete sie insbesondere für ihre erzählerische Vorstellungskraft aus. Wegen eines Skandals in der Schwedischen Akademie war die Preisvergabe im vergangenen Jahr ausgefallen und auf dieses Jahr verschoben worden.| 10.10.2019 14:45 Uhr

Steinmeier fordert Aufstehen gegen Rechts

Halle: Bundespräsident Steinmeier hat angesichts des Angriffs auf eine Synagoge in der Stadt in Sachsen-Anhalt mehr Haltung gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus gefordert. Er sagte in Halle, wer jetzt noch einen Funken Verständnis zeige für politisch motivierte Gewalt gegen Andersdenkende und Andersgläubige, der mache sich mitschuldig. Die Geschichte mahne die Deutschen. Jüdisches Leben müsse geschützt werden. Bei seinem Besuch in der Synagoge wurde Steinmeier von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, sowie dem israelischen Botschafter in Deutschland, Issacharoff begleitet. Die Bundesanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter beantragt. Der 27-Jährige steht im Verdacht, in Halle zwei Menschen nahe einer Synagoge erschossen zu haben. Auch das Gotteshaus selbst soll er angegriffen haben.| 10.10.2019 14:45 Uhr

Rumänien: Parlament wählt Regierung ab

Bukarest: Das rumänische Parlament hat die sozialdemokratische Regierung von Ministerpräsidentin Dancila abgewählt. Sechs Oppositionsparteien brachten einen Misstrauensantrag ein. Sie warfen Dancila unter anderem Inkompetenz vor. Bis eine neue Regierung im Amt ist, führt sie kommissarisch weiter die Geschäfte. Rumänien steht auch in Brüssel unter Druck. Das Europaparlament hatte Dancilas Kandidatin für einen Posten in der EU-Kommission abgelehnt. Den dann vorgeschlagenen Alternativkandidaten wies laut Medienberichten die künftige Kommissionspräsidentin von der Leyen zurück.| 10.10.2019 14:45 Uhr