NDR Info Nachrichten vom 08.10.2019:

UNHCR-Vertreter lobt deutsche Flüchtlingsinitiative

Hamburg: Die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen hat den deutschen Vorstoß für einen Verteilmechanismus in der Asylpolitik in Europa gelobt. Im Vorfeld von Beratungen der EU-Innenminister sprach der deutsche UN-Vertreter, Bartsch, auf NDR Info von einem wichtigen Signal. Die Ankündigung von Bundesinnenminister Seehofer, ein Viertel der im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge aufzunehmen, sei für andere Staaten hoffentlich ein Anreiz mitzuziehen. Er sehe mit Sorge, dass es unter den EU-Staaten nach wie vor keinen gemeinsamen Ansatz gebe. Bartsch sagte, nach Jahren deutlich zurückgegangener Flüchtlingszahlen verändere sich die Situation momentan etwas. Von einer neuen Fluchtbewegung, die teilweise skizziert werde, könne aber keine Rede sein.| 08.10.2019 09:15 Uhr

Trump verteidigt Truppenabzug aus Nordsyrien

Ankara: Die türkische Regierung ist nach eigenen Angaben entschlossen, mit Hilfe einer Militäroffensive in Nordsyrien eine sogenannte Sicherheitszone zu schaffen. Der Einsatz richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz. Erleichtert wird das Vorgehen durch den Truppenabzug der Amerikaner, der gestern begonnen hat. Die USA hatten gemeinsam mit den Kurden die Terrororganisation IS bekämpft. Präsident Trump steht wegen des Rückzugs in der Kritik. Auch Politiker seiner eigenen Partei werfen ihm vor, die kurdischen Verbündeten im Stich zu lassen. Der US-Präsident betonte, der Schritt sei kein Freibrief für eine türkische Invasion. Sollte Ankara zu weit gehen im Kampf gegen die Kurden, werde er die türkische Wirtschaft zerstören, schrieb Trump auf Twitter.| 08.10.2019 09:15 Uhr

Hongkongs Regierung schließt Militäreinsatz nicht aus

Hongkong: Die Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone, Lam, hat eine Militärintervention als letztes Mittel zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung nicht ausgeschlossen. Lam sagte während einer Pressekonferenz, Hongkong könne seine Probleme selbst lösen. Wenn die Situation aber schlimmer werde, könne keine Option ausgeschlossen werden. In der Stadt gibt es seit Monaten Massenproteste gegen einen wachsenden Einfluss der chinesischen Zentralregierung. Dabei kam es wiederholt zu Ausschreitungen.| 08.10.2019 09:15 Uhr