NDR Info Nachrichten vom 08.10.2019:

EU Innenminister beraten über Seenotrettung

Luxemburg: Die EU-Innenminister beraten erneut über die Aufnahme von Flüchtlingen, die aus Seenot gerettet worden sind. Bundesinnenminister Seehofer will auf der Konferenz in Luxemburg für eine Übergangslösung werben, auf die er sich mit Frankreich, Italien und Malta geeinigt hat. Zur Umsetzung müssen noch weitere Staaten gewonnen werden. Deutschland will etwa ein Viertel der Menschen aufnehmen. Laut EU-Grenzschutzagentur Frontex erreichten in den ersten acht Monaten dieses Jahres etwa 6.000 Migranten Malta oder Italien. Nur wenige von ihnen wurden aus Seenot gerettet. Ein weiteres Thema auf der Konferenz wird die Situation der Flüchtlinge in Südosteuropa sein.| 08.10.2019 06:15 Uhr

Türkei bereit für Militäroffensive in Nordsyrien

Ankara: Die türkische Regierung hat bekräftigt, für die angekündigte Militäroffensive in Nordsyrien bereit zu sein. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu teilte das türkische Außenministerium mit, Terroristen östlich des Euphrat-Flusses sollten vertrieben werden. Die geplante sogenannte Sicherheitszone werde zu Stabilität und Frieden in der Region beitragen. Der Einsatz richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz. Sie war im Kampf gegen die Terrororganisation IS ein Verbündeter der USA. Die Türkei stuft die YPG wegen ihrer Nähe zur kurdischen Arbeiterpartei PKK als Terror-Organisation ein.| 08.10.2019 06:15 Uhr

Laster fährt in Limburg auf Autos auf

Limburg: In der Stadt in Hessen ist ein Mann mit einem gestohlenen Lkw auf acht Autos aufgefahren. Neun Menschen wurden leicht verletzt, darunter auch der Fahrer. Der Hintergrund des Vorfalls ist noch vollkommen offen, die Polizei wollte sich nicht festlegen, ob es sich um einen Unfall oder eventuell um einen Anschlag handelte. Die Ermittler schlossen heute früh die Spurensicherung ab. Der Laster wird nun auf einem Polizeigelände in Limburg näher untersucht.| 08.10.2019 06:15 Uhr

EU-Rechnungshof moniert Unregelmäßigkeiten

Brüssel: Der Europäische Rechnungshof hat nach eigenen Angaben zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung öffentlicher Gelder festgestellt. Im vergangenen Haushalts-Jahr sind danach geschätzt mehr als drei Milliarden Euro ohne Rechtsgrundlage ausgegeben worden. Dies entspricht einer Fehlerquote von 2,6 Prozent. Häufig würden Kosten erstattet, die nicht förderfähig seien, heißt es. Eine Ursache könnten zu komplexe Vorschriften sein. Betrug vermuten die Prüfer nur selten. Rechnungshofpräsident Lehne forderte die künftige EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen auf, bürokratische Hürden abzubauen und bessere Kontrollmöglichkeiten zu schaffen.| 08.10.2019 06:15 Uhr