NDR Info Nachrichten vom 07.10.2019:

US-Armee zieht sich von türkischer Grenze zurück

Washington: Wegen der angekündigten türkischen Militäroffensive haben die US-Truppen in Nordsyrien begonnen, sich von der Grenze zur Türkei zurückzuziehen. Das Weiße Haus teilte mit, die amerikanischen Streitkräfte würden den bevorstehenden Einsatz nicht unterstützen. Auf der anderen Seite werde die Armee auch nicht die kurdische YPG-Miliz gegen die Türkei verteidigen. Darüber zeigte sich das von den USA unterstützte und von Kurdenmilizen dominierte Militärbündnis SDF enttäuscht. Ein Sprecher erklärte, die Entscheidung ruiniere das Vertrauen in die USA. Der türkische Präsident Erdogan drohte damit, die Offensive könne jederzeit beginnen. Er will in der bislang von Kurdenmilizen kontrollierten Region bis zu zwei Millionen syrische Flüchtlinge ansiedeln.| 07.10.2019 12:45 Uhr

Regierung bestreitet Aufweichung von Klimazielen

Berlin: Die Bundesregierung hat den Vorwurf zurückgewiesen, die im September beschlossenen Klimaschutzziele aufweichen zu wollen. Wie das Bundesumweltministerium mitteilte, kann von einer Abschwächung wesentlicher Punkte keine Rede sein. Die Ziele für die Jahre von 2020 bis 2030 blieben erhalten. In dem Gesetz soll für die Bereiche Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft festgelegt werden, wie stark der CO-2 Ausstoß reduziert werden muss. "Der Spiegel" hatte berichtet, die Koalition habe auf Betreiben der Unions-Fraktion mehrere zentrale Ziele abgeschwächt. Das Magazin hatte aus dem Entwurf des Bundesumweltministeriums zitiert. Demnach wurde die Vorgabe aufgeweicht, bis zum Jahr 2050 keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr auszustoßen.| 07.10.2019 12:45 Uhr

Kramp-Karrenbauer zu Gesprächen in Mali

Bamako: Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will ein stärkeres Engagement Deutschlands im Niger prüfen. Bei ihrem Westafrika-Besuch sagte sie, Niger verdiene Unterstützung, weil es ein Ankerland in der Region sei. Heute will die Ministerin im benachbarten Mali politische Gespräche führen. Dort unterstützt Deutschland den UN-Einsatz Minusma mit bis zu 1.100 Bundeswehrsoldaten. Diese Mission gilt als derzeit gefährlichster Einsatz der deutschen Streitkräfte.| 07.10.2019 12:45 Uhr