NDR Info Nachrichten vom 06.10.2019:

Ukraine-Affäre: Zweiter Hinweisgeber meldet sich offenbar

Washington: In der Ukraine-Affäre hat sich offenbar ein zweiter Hinweisgeber bei den Behörden gemeldet. Dessen Anwalt sagte dem US-Sender ABC, sein Mandant gehöre den Geheimdiensten an und habe Kenntnisse aus erster Hand zu Trumps Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Er habe bereits mit dem Chef der internen Kontrollbehörde der Geheimdienste gesprochen. US-Präsident Trump wird vorgeworfen, den ukrainischen Staatschef Selenskyj in einem Telefonat Ende Juli zu Ermittlungen gegen seinen Rivalen Biden und dessen Sohn aufgefordert zu haben. Die Demokraten im Repräsentantenhaus leiteten bereits wegen Aussagen des ersten Hinweisgebers Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ein.| 06.10.2019 19:00 Uhr

Seehofer will besseren Schutz der EU-Außengrenzen

Berlin: Bundesinnenminister Seehofer verlangt angesichts steigender Zahlen von Flüchtlingen auf den griechischen Inseln einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen. In der "Bild am Sonntag" mahnte Seehofer mehr Solidarität der Mitgliedsstaaten an. Bei den Kontrollen an den Außengrenzen sei verstärkt Hilfe nötig. Andernfalls könnten die Flüchtlingszahlen erneut so ansteigen wie im Jahr 2015 oder noch darüber hinaus. Der CSU-Politiker sagte, gemeinsam mit der neuen EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen wolle er dazu beitragen, dass sich so etwas nicht wiederhole.| 06.10.2019 19:00 Uhr

Kritik an Klimaschutzkonzept der Grünen

Berlin: Politiker von Union und SPD kritisieren die klimapolitischen Pläne der Grünen. Unions-Fraktionsvize Nüßlein sagte, das Konzept offenbare eine rückwärtsgewandte Politik. Der CO2-Preisvorschlag der Grünen bedeute, ausgerechnet den Menschen in die Tasche zu greifen, die noch keine Alternativen hätten. Auch SPD-Fraktionschef Mützenich kritisierte, dass das Klimaschutzkonzept der Grünen zu wenig Rücksicht auf Menschen mit geringem Einkommen nehme. Der Staat müsse erst bestimmte Rahmenbedingungen schaffen, damit die Gesellschaft umsteuern könne. Die Grünen hatten gestern ein Alternativkonzept zum Klimaschutzpaket der Bundesregierung vorgelegt. Darin verlangt die Partei unter anderem einen Einstiegspreis von 40 Euro pro Tonne CO2 in den Bereichen Verkehr und Heizen.| 06.10.2019 19:00 Uhr