NDR Info Nachrichten vom 04.10.2019:

Türkischer Außenminister lobt Gespräch mit Seehofer

Ankara: Der türkische Außenminister Cavusoglu hat das Gespräch mit Bundesinnenminister Seehofer über den Flüchtlingspakt gelobt. Cavusoglu sagte, das Abkommen sei in allen Details diskutiert worden. Er habe offen erklärt, wie die Türkei die Situation sehe und wie sein Land mit der Europäischen Union kooperieren wolle. Seehofer sagte der Regierung in Ankara weitere Unterstützung Deutschlands zu. Der CSU-Politiker wird im Laufe des Tages gemeinsam mit EU-Migrationskommissar Avramopoulos zu Gesprächen in Athen erwartet. In Griechenland waren zuletzt deutlich mehr Flüchtlinge aus der Türkei eingetroffen. In den EU-Ländern wächst die Sorge vor einer neuen Massenflucht.| 04.10.2019 14:15 Uhr

Ukraine überprüft Bidens Ex-Auftraggeber

Kiew: Die ukrainische Justiz überprüft die Geschäfte der Gasfirma, für die der Sohn des US-Politikers Joe Biden zeitweise gearbeitet hat. Der Generalstaatsanwalt betonte allerdings, dass nicht Hunter Biden im Zentrum der Ermittlungen stehe, da keine Erkenntnisse über ein Fehlverhalten seinerseits vorlägen. Untersucht werden demnach Geschäfte, in die die Unternehmensspitze verwickelt sein könnte. US-Präsident Trump hatte in einem Telefonat den ukrainischen Präsidenten Selenskyj zu Ermittlungen gegen Biden und dessen Sohn ermuntert. Er verdächtigt den früheren US-Vizepräsidenten, seinen Sohn vor ukrainischen Korruptionsermittlungen geschützt zu haben. Die Demokraten sehen darin eine Pflichtverletzung und prüfen, ob ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet werden muss.| 04.10.2019 14:15 Uhr

Hongkongs Regierung erlässt Vermummungsverbot

Hongkong: Die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone hat ein Vermummungsverbot bei Protesten erlassen. Wie Regierungschefin Lam auf einer Pressekonferenz erklärte, ist dafür ein Notstandsgesetz aktiviert worden. Damit sollten Demonstrationsverbote einfacher umgesetzt und Gewalt verhindert werden. Während Peking-treue Parteien den Vorstoß unterstützen, sind pro-demokratische Aktivisten und Politiker empört. Sie sehen in dem Masken-Verbot den Anfang vom Ende der Freiheitsrechte in Hongkong. Bisher verdecken die meisten Protest-Teilnehmer ihre Gesichter mit Masken, um nicht erkannt und strafverfolgt zu werden.| 04.10.2019 14:15 Uhr