NDR Info Nachrichten vom 02.10.2019:

Johnson überreicht EU neuen Brexit-Vorschlag

Manchester: Großbritanniens Premierminister Johnson hat angekündigt, noch heute einen Vorschlag zur Änderung des Austritts-Vertrags mit der EU nach Brüssel zu schicken. In einer Rede auf dem Parteitag der britischen Konservativen in Manchester machte Johnson deutlich, dass dieser Vorschlag keine Kontrollen an der irisch-nordirischen Grenze vorsieht. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Der Premier bekräftigte, dass er das Vereinigte Königreich am 31. Oktober auf alle Fälle aus der EU herausführen wolle, notfalls auch ohne Austrittsvertrag. Die EU-Kommission in Brüssel kündigte für den Nachmittag ein Telefonat von Kommissionspräsident Juncker mit Johnson an. Eine Sprecherin sagte, die EU halte einen Austritt mit Vertrag für die bessere Lösung.| 02.10.2019 15:45 Uhr

Istanbul: Gedenkfeier für ermordeten Khashoggi

Istanbul: In der türkischen Metropole ist mit einer Schweigeminute des ermordeten saudischen Journalisten Khashoggi gedacht worden. An der Gedenkfeier vor dem Konsulat Saudi-Arabiens nahmen neben Angehörigen und Freunden auch Vertreter der UN und von Menschenrechtsorganisationen teil. Sie forderten, der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Die Sonderberichterstatterin für die Vereinten Nationen in dem Fall, Callamard, sagte, niemand dürfe mit Mord davonkommen - nicht einmal eine so einflussreiche Macht wie Saudi-Arabien. Khashoggi war vor einem Jahr im Generalkonsulat in Istanbul von einem Spezialkommando getötet worden. Mehrere Verdächtige stehen deshalb in Saudi-Arabien vor Gericht. Kronprinz bin Salman hatte vor kurzem die Verantwortung für die Tat übernommen, bestritt aber, von den Plänen gewusst zu haben.| 02.10.2019 15:45 Uhr

Altmaier: Trotz Flaute droht keine Konjunkturkrise

Berlin: Bundeswirtschaftsminister Altmaier sieht die Konjunktur in Deutschland trotz derzeitiger Schwäche nicht in einem Abwärtsstrudel. Die Aussichten seien allerdings durch die internationalen Handelskonflikte und die ungeklärte Brexit-Frage gedämpft. Zuvor hatten die führenden Forschungsinstitute ihre Prognosen spürbar gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr nur um 0,5 Prozent und im kommenden Jahr um 1,1 Prozent zulegen, so die Erwartung der Experten. Sie legten der Regierung nahe, die schwarze Null in der Haushalts- und Finanzpolitik zu überdenken. Altmaier sprach vom falschen Thema zur falschen Zeit. Insbesondere der Mittelstand solle durch einen Abbau von Bürokratie und mit einem Paket aus Steuer- und Beitragssenkungen entlastet werden.| 02.10.2019 15:45 Uhr