NDR Info Nachrichten vom 01.10.2019:

Peking feiert - Hongkong demonstriert

Hongkong: Am 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China hat es in Hongkong erneut Ausschreitungen gegeben. Zehntausende Männer und Frauen setzten sich über ein Demonstrationsverbot hinweg und protestierten zunächst friedlich gegen einen wachsenden Einfluss der chinesischen Zentralregierung auf die Sonderverwaltungszone. Im Anschluss an die Kundgebung kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Aktivisten blockierten Straßen und warfen Pflastersteine. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, es gab 31 Verletzte. In Peking wurde die Republiksgründung mit einer großen Militärparade am Platz des Himmlischen Friedens gefeiert.| 01.10.2019 17:15 Uhr

UN: schon 1.000 tote Flüchtlinge im Mittelmeer

Genf: In diesem Jahr sind bei der Flucht über das Mittelmeer bislang Tausend Menschen ums Leben gekommen. Wie die UN-Organisation für Migration mitteilte, könnte die Zahl auch schon überschritten sein. Es würden noch Berichte über ein Unglück vom Wochenende untersucht. Damit werde 2019 das sechste Jahr in Folge mit mehr als 1000 Toten sein, so die UN-Organisation. Ein Sprecher sagte, dieses Massensterben im Meer schmerze und beschäme uns alle.| 01.10.2019 17:15 Uhr

Pflege-TÜV startet Qualitätsprüfung von Heimen

Berlin: Die Qualität von Pflegeheimen soll durch ein heute startendes Prüfsystem schneller erkennbar werden. Mehr als 13.000 Heime lassen ihre Angebote durch interne und externe Kontrolleure bewerten. Bedürftige und Angehörige können dann anhand dieser Informationen entscheiden, welches Heim passend sein könnte. Dadurch seien Vorzüge und Mängel deutlich besser erkennbar als durch die bisherigen Pflegenoten, hieß es von Seiten der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Noten waren in die Kritik geraten, weil sie Qualitätsmängel kaum abbildeten und die Heime bundesweit im Schnitt mit 1,2 bewertet wurden. Die neuen Ergebnisse sollen ab Frühjahr 2020 im Internet abrufbar sein.| 01.10.2019 17:15 Uhr

Cookies brauchen aktive Zustimmung

Luxemburg: Betreiber von Internetseiten müssen für das Datensammeln per Cookies eine aktive Nutzer-Zustimmung einholen. Der Europäische Gerichtshof entschied, dass eine voreingestellte Zustimmung unzulässig ist. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen den Betreiber eines Online-Gewinnspiels. Dieser bot Nutzern ein Cookie-Kästchen mit bereits gesetztem Zustimmungshaken an. Cookies speichern Informationen zum Surf-Verhalten auf dem Rechner des Nutzers. Webseiten erkennen so bei wiederholtem Abruf die Einstellung des Anwenders wieder. Sie werden aber auch verwendet, um personalisierte Werbung zu schalten.| 01.10.2019 17:15 Uhr