NDR Info Nachrichten vom 30.09.2019:

Gericht: Chancen für VW-Vergleich mit Verbrauchern

Braunschweig: Zum Auftakt des Diesel-Musterverfahrens von Verbraucherschützern gegen Volkswagen hat das zuständige Oberlandesgericht eine Einigung angeregt. Ein Vergleich sei zwar sehr schwer, aber möglich. Als besonders schwierig bewertete es der Vorsitzende Richter, einen möglichen Betrag bei einem Schadenersatz für betroffene Diesel-Kunden festzulegen. In Braunschweig stehen sich der VW-Konzern und der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegenüber. Der Verband klagt dabei stellvertretend für etwa 470.000 Kunden, die sich von dem Autohersteller wegen falscher Diesel-Abgaswerte getäuscht sehen.| 30.09.2019 15:15 Uhr

Klöckner favorisiert "Nutri-Score"

Berlin: In der Debatte über eine neue Kennzeichnung von Lebensmitteln hat sich Bundesernährungsministerin Klöckner für das farbige Logo "Nutri-Score" ausgesprochen. Das System, das über Inhaltsstoffe wie Zucker, Fett und Salz informiert, habe in einer offiziellen Verbraucherbefragung am besten abgeschnitten, teilte Klöckner mit. Seit Mitte Juli hatte ihr Ministerium vier Modelle zur Wahl gestellt. Der "Nutri-Score" stammt aus Frankreich und bezieht auch Bestandteile wie Proteine in die Bewertung mit ein. Die Kennzeichnung besteht aus einer fünfstufigen Skala, von A auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Nährwertbilanz bis E auf einem roten Feld für die ungünstigste. Erste Produkte mit dem Logo sind schon in deutschen Supermärkten erhältlich.| 30.09.2019 15:15 Uhr

Designierte EU-Kommissare stellen sich vor

Brüssel: Die künftige EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen stößt bei der Auswahl ihrer Kommissare weiter auf Widerstand im Europaparlament. Der Rechtsausschuss des Parlaments ließ die Bewerber aus Rumänien und Ungarn wegen Interessenkonflikten zum zweiten Mal durchfallen. Von der Leyen muss nun entscheiden, ob sie die jeweiligen Regierungen um Ersatzkandidaten bittet. Am Nachmittag begannen in Brüssel die Anhörungen der designierten Kommissare in den zuständigen Parlamentsausschüssen. Bis Mitte kommender Woche muss sich jeder Nominierte drei Stunden lang den Fragen der Abgeordneten stellen und seine fachliche Eignung unter Beweis stellen.| 30.09.2019 15:15 Uhr

Prozess gegen "Revolution Chemnitz"

Dresden: Rund ein Jahr nach der Aufdeckung einer mutmaßlichen rechtsextremen Terrorzelle in Sachsen hat der Prozess gegen acht Angeklagte begonnen. Die Generalbundesanwalt wirft den Männern vor, sie hätten Anschläge geplant, um den demokratischen Rechtsstaat zu erschüttern. Laut Anklage hatten sie vor einem Jahr möglicherweise zur Übung mehrere Menschen in Chemnitz überfallen und zum Teil verletzt. Die Beklagten sind zwischen 21 und 32 Jahre alt und hatten eine Gruppierung namens "Revolution Chemnitz" gegründet. Die Vertreter der Bundesanwaltschaft wiesen in Dresden erneut Vorwürfe der Verteidigung zurück, es handle sich um ein politisch motiviertes Verfahren.| 30.09.2019 15:15 Uhr