NDR Info Nachrichten vom 26.09.2019:

Whistleblower bringt Trump in Bedrängnis

Washington: Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Pelosi, hat dem Weißen Haus in der Ukraine-Affäre Vertuschungsversuche vorgeworfen. Pelosi sagte, die Handlungen des republikanischen Präsidenten hätten den Demokraten keine andere Wahl gelassen, als Schritte für ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten. Die Demokraten seien bei den Untersuchungen auch offen für entlastende Fakten, sollte es diese geben. Ein Whistleblower wirft Präsident Trump vor, dieser habe sein Amt genutzt, um die Ukraine dazu zu bewegen, sich in den nächsten Wahlkampf einzumischen. Mitarbeiter des Weißen Hauses hätten versucht, den Wortlaut eines Telefonats des Präsidenten unter Verschluss zu halten. Trump spricht dagegen von einer Hexenjagd gegen ihn.| 26.09.2019 21:00 Uhr

Stasi-Akten sollen ins Bundesarchiv kommen

Berlin: Die Akten der früheren DDR-Staatssicherheit sollen in zwei Jahren ins Bundesarchiv gebracht werden. Der Bundestag hat das Konzept mit breiter Mehrheit beschlossen. Demnach soll auf dem Gelände des früheren DDR-Ministeriums für Staatssicherheit ein Archivzentrum entstehen. Dort ist auch die jetzige Stasi-Akten-Behörde untergebracht. Die Dokumente werden den Plänen nach wie bisher zugänglich bleiben. Gegen das Konzept wandte sich als einzige Fraktion die AfD. Sie erhob den Vorwurf, dass 30 Jahre nach dem Mauerfall die Stasi-Aktenbehörde still und heimlich abgewickelt werden soll. Der Bundestag billligte auch mehrheitlich, dass Politiker und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes bis zum Jahr 2030 auf eine frühere Stasi-Tätigkeit überprüft werden können.| 26.09.2019 21:00 Uhr

Thomas Cook Deutschland sagt weitere Reisen ab

Frankfurt am Main: Vier Tage nach der Insolvenz von Thomas Cook Deutschland hat das Unternehmen alle Reisen abgesagt, die bis einschließlich 13. Oktober stattfinden sollten. Ein Sprecher sagte, das gelte auch für Angebote der Töchter Neckermann-Reisen, Öger-Tours, Air Marin und Bucher Reisen - auch wenn sie schon bezahlt seien. Er verwies zur Begründung auf das Insolvenz-Recht. Ende kommender Woche beginnen in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Herbstferien. Heute früh waren drei vorläufige Insolvenzverwalter bestellt worden. Sie sollen in den kommenden Wochen erreichen, dass sich Thomas Cook Deutschland vom britischen Mutterkonzern lösen und eigenständig fortgeführt werden kann. Ihren Angaben zufolge sind die Löhne und Gehälter der etwa zweitausend Mitarbeiter durch das Insolvenzgeld bis Ende November gesichert.| 26.09.2019 21:00 Uhr