NDR Info Nachrichten vom 25.09.2019:

Trump forderte von Selenskyj Ermittlungen

Washington: Das Weiße Haus hat ein Protokoll des umstrittenen Telefongesprächs von US-Präsident Trump mit dem ukrainischen Staatschef Selenskyj veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Trump Selenskyj zu Ermittlungen aufgerufen hat, die seinem politischen Rivalen Biden schaden könnten. Grund sind umstrittene frühere Geschäfte von Bidens Sohn in der Ukraine. Wegen des Telefonats ist Trump seit Tagen unter Druck. Kritiker werfen ihm vor, er wolle Biden außer Gefecht setzen, weil dieser als aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2020 gilt. Die Demokraten leiteten erste Schritte für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ein.| 25.09.2019 19:45 Uhr

Norddeutsche Länder besorgt wegen Klimawarnungen

Schwerin: Die norddeutschen Bundesländer haben besorgt auf die neuen Warnungen des Weltklimarates reagiert. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus rechnet mit steigenden Kosten für den Küstenschutz. Ähnlich äußerte sich sein schleswig-holsteinischer Kollege Albrecht. Er sprach von einem alarmierenden Szenario. Der Weltklimarat der Vereinten Nationen warnt vor schwerwiegenden Folgen für die Menschheit durch den Klimawandel. Das Gremium verweist auf aktuelle Studien aus den vergangenen Jahren. Danach steigt der Meeresspiegel immer rasanter an und dieser Prozess drohe sich unaufhaltsam fortzusetzen. Wenn Treibhausgase nicht stark reduziert würden, stehe der Erde eine düstere Zukunft bevor. Hunderte Millionen Menschen in Küstenregionen könnten ihr Zuhause verlieren. Es drohten häufige und heftigere Hurrikans und Taifune und in küstennahen Millionenstädten seien häufige Überschwemmungen von 2050 an wahrscheinlich.| 25.09.2019 19:45 Uhr

550 Millionen Nothilfe für Wälder

Berlin: Die Bundesregierung hat zusätzliche Millionen-Hilfen für die deutschen Wälder angekündigt. Landwirtschaftsministerin Klöckner sagte beim nationalen Waldgipfel, für Aufforstungsmaßnahmen sollten in den kommenden vier Jahren rund 550 Millionen Euro fließen. Mit weiteren Mitteln der Länder könnten insgesamt 800 Millionen Euro zusammenkommen. Klöckner sagte, der Klimawandel habe die Wälder deutlich schneller getroffen als erwartet. In den vergangenen zwei Jahren sind demnach 180.000 Hektar etwa durch anhaltende Trockenheit und ihre Folgen, durch Waldbrände und Stürme zerstört worden. Die CDU-Politikerin hatte mit mehr als 170 Organisationen unter anderem über einen besseren Schutz und die Ausbildung von mehr Forstpersonal beraten.| 25.09.2019 19:45 Uhr

Greta Thunberg bekommt Alternativen Nobelpreis

Stockholm: Der sogenannte "Alternative Nobelpreis" geht in diesem Jahr an die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Sie werde für ihre Entschlossenheit ausgezeichnet, ihre Stimme gegen die drohende Klimakatastrophe zu erheben und politisch etwas zu verändern, teilte die Right Livelihood Stiftung zur Begründung mit. Neben der 16-Jährigen erhalten auch eine Menschenrechtlerin aus der Westsahara, eine Frauenrechtlerin aus China und ein Umweltschützer aus Brasilien den Alternativen Nobelpreis. Die Auszeichnung ist mit umgerechnet rund 94.000 Euro dotiert. Die Stiftung ehrt damit seit 1980 Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße für Menschenrechte, Umwelt und Frieden einsetzen.| 25.09.2019 19:45 Uhr