NDR Info Nachrichten vom 24.09.2019:

Medien: Condor kann mit Staatskredit rechnen

Berlin: Die Fluggesellschaft Condor hat nach eigenen Angaben die Zusage für eine staatliche Bürgschaft für einen Überbrückungskredit erhalten. Die Summe beträgt knapp 400 Millionen Euro. Jeweils zur Hälfte bürgen der Bund und das Land Hessen, wo Condor seinen Sitz hat. Die Fluggesellschaft ist ein Tochterunternehmen des britischen Reisekonzerns Thomas Cook, der gestern Insolvenz angemeldet hat. Condor hält den Flugbetrieb aufrecht und benötigt dafür finanzielle Unterstützung.| 24.09.2019 21:00 Uhr

Oberstes britisches Gericht stoppt Premier Johnson

London: Das oberste britische Gericht hat die Zwangspause des Parlaments als unrechtmäßig bezeichnet. Die von Premierminister Johnson initiierte Pause von fünf Wochen hindere die Abgeordneten daran, ihre verfassungsmäßigen Aufgaben wahrzunehmen, urteilten die Richter einstimmig. Das Unterhaus in London wird morgen wieder zusammentreten. Johnson verlangte nach dem Urteilsspruch Neuwahlen, was Labour-Chef Corbyn als Oppositionsführer aber ablehnte. Der Premierminister will, dass das Land auf jeden Fall am 31. Oktober aus der EU austritt - notfalls auch ohne Abkommen. Dafür hat er im Parlament bislang keine Mehrheit.| 24.09.2019 21:00 Uhr

Trump will Telefonat mit Selenskyj veröffentlichen

Washington: US-Präsident Trump hat angekündigt, die Mitschrift eines umstrittenen Telefonats mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj veröffentlichen zu lassen. Auf Twitter teilte der Präsident mit, er habe dies angeordnet. Dann werde die Öffentlichkeit sehen, dass er keinen Druck auf Selenskyj ausgeübt habe. Trump wird vorgeworfen, er habe in dem Telefonat im Juli von seinem ukrainischen Gesprächspartner mehrfach verlangt, Ermittlungen einzuleiten, die dem demokratischen Präsidentschaftsbewerber Biden schaden könnten.| 24.09.2019 21:00 Uhr

Merkel lehnt Irans Vorbedingung für Gespräche ab

New York: Bundeskanzlerin Merkel hat die Forderungen des Iran nach einem Ende der Sanktionen vorerst abgelehnt. Nach einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Ruhani sagte Merkel, sie würde Gespräche zwischen seinem Land und den USA begrüßen. Aber es sei kein realistischer Angang, vorher alle Strafmaßnahmen abzuschaffen. Auf diese Weise werde ein Start der Gespräche verhindert. Vorher sprach Merkel auch mit US-Präsident Trump darüber. Er hatte bei seinem Auftritt vor den Vereinten Nationen damit gedroht, die Sanktionen zu verschärfen, wenn die iranische Regierung ihr Verhalten nicht ändert. Trump macht den Iran für die Drohnenangriffe auf die saudi-arabische Ölindustrie verantwortlich.| 24.09.2019 21:00 Uhr