NDR Info Nachrichten vom 22.09.2019:

Thomas Cook will Insolvenz abwenden

London: Der britische Reisekonzern Thomas Cook unternimmt heute einen letzten Versuch, um die drohende Pleite zu verhindern. Der Verwaltungsrat verhandelt dazu mit der Regierung in London über mögliche Hilfen. Dem Unternehmen fehlen für einen Sanierungsplan umgerechnet rund 220 Millionen Euro. Sollte die Rettung nicht gelingen, drohen etwa 600.000 Urlauber zu stranden. Sie sind momentan in und außerhalb Großbritanniens unterwegs. Außerdem stehen bei dem zweitgrößten Reiseanbieter weltweit rund 21.000 Jobs auf der Kippe. Thomas Cook war durch die Abschreibung auf ein britisches Tochterunternehmen und durch ein insgesamt schwaches Reisegeschäft vor allem im eigenen Land in die Schieflage geraten.| 22.09.2019 13:00 Uhr

Strompreise in Deutschland auf Rekordhoch

Bonn: Für Privatkunden ist der Strompreis in diesem Jahr offenbar so teuer wie nie zuvor. Der Deutschen Presse-Agentur liegen Berechnungen der Bundesnetzagentur vor. Danach musste ein Haushalt im April dieses Jahres durchschnittlich 30,85 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Das ist ein Anstieg um 3,3 Prozent und damit der stärkste in den vergangenen Jahren. Ähnlich zogen die Gaspreise an. Grund für die Entwicklung waren die höheren Großhandelspreise. Die Lieferanten schlugen diese Kosten auf private Stromrechnungen um. Von Verbraucherschützern kam deshalb Kritik: Die Versorger würden steigende Preise an der Strombörse deutlich schneller weitergeben als fallende, monierte die Verbrauchzentrale in NRW.| 22.09.2019 13:00 Uhr

Grüne wollen schärferes Klimapaket

Berlin: Die Grünen wollen über den Bundesrat mehr für den Klimaschutz erreichen. Die Parteivorsitzende Baerbock sagte, die Maßnahmen der Bundesregierung reichten nicht aus, um eine wirkliche Verkehrswende auf den Weg zu bringen. Dazu sei zum Beispiel ein stärkerer Ausbau der Ökoenergie nötig. Ohne eine Energiewende werde es keinen Kohleausstieg, keine Verkehrswende und keine Wärmeversorgung geben, sagte Baerbock. Deshalb müsse die Deckelung für den Ausbau von Windrädern an Land verschwinden. Das werde man mit entsprechenden Anträgen in der Ländervertretung weiter vorantreiben. Die Grünen sind an neun Landesregierungen beteiligt und könnten damit jedes zustimmungspflichtige Gesetz im Bundesrat stoppen.| 22.09.2019 13:00 Uhr