NDR Info Nachrichten vom 21.09.2019:

Jugendliche auf UN-Klimagipfel

New York: Rund 700 Jugendliche sind zu einer Jugend-Klimakonferenz der Vereinten Nationen zusammengekommen. Sie sollen Vorschläge für den Kampf gegen den Klimawandel erarbeiten und am kommenden Montag auf dem regulären UN-Klimagipfel präsentieren. Dann treffen sich zahlreiche Staats- und Regierungschefs am Sitz der UN in New York. An der heutigen Jugend-Klima-Konferenz nimmt auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg teil. Die 16-jährige sagte auf der Veranstaltung, gestern hätten Millionen Menschen rund um den Globus wirkliche Klimamaßnahmen verlangt, vor allem junge Leute. Sie hätten gezeigt, dass niemand sie stoppen könne. Generalsekretär Guterres warnte in New York, die Klimaproblematik gefährde unsere Existenzgrundlage, unsere Sicherheit und unser Leben. Die Menschheit müsse und könne das Rennen gegen den Klimawandel aber noch gewinnen, so Guterres.| 21.09.2019 17:15 Uhr

Forscher kritisieren Klimapaket der Regierung

Berlin: Der Bundesverband Windenergie wirft der Bundesregierung vor, mit ihren Klimaschutzplänen die Branche in Gefahr zu bringen. Verbandspräsident Albers bemängelte, dass neue Windkraftanlagen mindestens einen Kilometer von Siedlungen entfernt stehen müssen. Dies sei grob fahrlässig und stürze die Regional- und Landesplanung ins Chaos. Kritik an dem Klima-Paket kommt auch von Umweltforschern. Der Vize-Präsident des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Fischedick, hält etwa das angestrebte Tempo der Umsetzungen für zu gering. Auf NDR Info sagte er, der Einstiegspreis für CO2 sei zu niedrig. Dadurch könne die gewünschte Reduzierung der Treibhausgase nicht erreicht werden. Ähnlich äußerten sich das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig und das Institut der Deutschen Wirtschaft.| 21.09.2019 17:15 Uhr

Brandenburg: Grüne für Koalitionsverhandlungen

Kleinmachnow: In Brandenburg haben sich die Grünen für Koaltionsverhandlungen mit SPD und CDU ausgesprochen. Auf einem kleinen Parteitag stimmten 85 Prozent der Delegierten dafür. Damit können die Koalitionsgespräche wie geplant am Montag beginnen. Ministerpräsident Woidke von der SPD sagte der Märkischen Allgemeinen Zeitung zu den geplanten Verhandlungen, das werde kein Spaziergang. Er zeigte sich aber optimistisch, dass die Gespräche gut und zügig verlaufen könnten. Das angestrebte sogenannte Kenia-Bündnis wäre die zweite Koalition dieser Art nach Sachsen-Anhalt.| 21.09.2019 17:15 Uhr