NDR Info Nachrichten vom 20.09.2019:

Hunderttausende in Australien für mehr Klimaschutz

Sydney: In Australien sind Hunderttausende auf die Straße gegangen, um für einen effektiveren Klimaschutz zu demonstrieren. Es war der Beginn einer weltweiten Initiative der Bewegung "Fridays for Future". Größere Kundgebungen gab es in Sydney und Melbourne. Die Veranstalter sprechen von mindestens 300.000 Teilnehmern. Auch in Deutschland sind heute zahlreiche Demonstrationen geplant, erste Veranstaltungen haben bereits begonnen. Aufgerufen zum sogenannten Klimastreik sind nicht nur Schüler und Studenten, sondern auch Berufstätige. Unterstützt wird die Fridays-for-Future Bewegung von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, der evangelischen Kirche und der Gewerkschaft Verdi.| 20.09.2019 10:45 Uhr

Klima-Verhandlungen ziehen sich hin

Berlin: Die Spitzen der Regierungsparteien beraten seit mehr als 17 Stunden über ein Konzept für mehr Klimaschutz. Es geht darum, wie die Bundesrepublik ihre Ziele erreichen kann. Der Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid soll 2030 um 55 Prozent niedriger sein als 1990. Derzeit sind etwa 30 Prozent geschafft. Um das Ziel zu erreichen, soll der Ausstoß von CO2 verteuert werden - entweder über höhere Steuern oder ein Emissions-Handelssystem. Das hat Auswirkungen auf die Preise für Benzin, Heizöl und Erdgas. Der stellvertretende Unions-Fraktionschef Jung sagte im ARD-Morgenmagazin, die Verhandlungen seien auf der Zielgerade. Es dauere deshalb so lange, weil die Fragen komplex seien.| 20.09.2019 10:45 Uhr

Bundesrat berät über mehr Rauchverbote

Berlin: Der Bundesrat berät heute darüber, ob in Autos, in denen Minderjährige oder Schwangere sitzen, ein Rauchverbot gelten soll. Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordrhein-Westfalen werden eine entsprechende Initiative vorstellen. Ziel ist es, Kinder vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen. Über den Vorschlag werden zunächst die Ausschüsse der Ländervertretung beraten. Weiteres Thema im Bundesrat ist eine Lockerung der Datenschutzgrundverordnung. Die Pflicht, einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten zu benennen, soll künftig erst bei einer Personenzahl von 20 greifen; bisher waren es zehn.| 20.09.2019 10:45 Uhr