NDR Info Nachrichten vom 19.09.2019:

Ermittlungen gegen Airbus-Mitarbeiter

Berlin: Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat deutsche Behörden über mögliche Rechtsverstöße von Mitarbeitern informiert. Wie das Unternehmen mitteilte, geht es um Dokumente zu zwei Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr. Die Münchener Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie gegen mehrere Airbus-Mitarbeiter wegen möglichen Missbrauchs von Kundendokumenten ermittelt. Nach Informationen der Bild-Zeitung wurden 20 Angestellte des Konzerns freigestellt und Akten sowie Computer beschlagnahmt.| 19.09.2019 03:00 Uhr

Forderung nach unbefristetem Rüstungsexportstopp

Berlin: 56 Organisationen haben an die Bundesregierung appelliert, ein unbefristetes Rüstungsexportverbot gegen die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition zu verhängen, die die Huthi-Rebellen im Jemen bekämpft. Es müsse gelten, solange sie an dem Konflikt beteiligt seien oder die Gefahr bestehe, dass auch deutsche Rüstungsgüter zu Menschen- und Völkerrechtsverletzungen im Jemen beitragen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören Amnesty International, Brot für die Welt und Oxfam. Die Bundesregierung hatte gestern beschlossen, den Exportstopp für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien um ein halbes Jahr zu verlängern.| 19.09.2019 03:00 Uhr

Pompeo: Öl-Angriffe waren kriegerischer Akt

Riad: US-Außenminister Pompeo hat den Iran für die Angriffe auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien verantwortlich gemacht. Er warf Teheran einen kriegerischen Akt vor. Die Huthi-Rebellen, die sich zu den Attacken bekannt hatten, nannte Pompeo Lügner. Zuvor hatte ein Sprecher des saudischen Militärs bereits gesagt, dass der Iran ohne Frage hinter den Attacken stecke. Pompeo traf inzwischen in Saudi-Arabien ein, um mit Kronprinz Salman über das weitere Vorgehen zu beraten.| 19.09.2019 03:00 Uhr

Bahn: Keine Beraterverträge mit Ex-Managern

Berlin: Bei der Deutschen Bahn dürfen ab sofort keine Beraterverträge mehr an frühere Manager des Unternehmens vergeben werden. Der Aufsichtsrat des Unternehmens hat ein entsprechendes Verbot beschlossen. Es gilt auch für ehemalige Politiker. Damit zieht das Gremium Konsequenzen aus einer Untersuchung von Beraterverträgen, die ehemalige Topmanager ohne Beteiligung des Aufsichtsrats erhalten hatten. In einem Fall hatte der Betreffende laut Aufsichtsrat für das Beraterhonorar keine angemessene Gegenleistung erbracht.| 19.09.2019 03:00 Uhr