NDR Info Nachrichten vom 09.09.2019:

Startschuss für "Grünen Knopf"

Berlin: Bundesentwicklungsminister Müller gibt heute den offiziellen Startschuss für den sogenannten "Grünen Knopf". Das neue staatliche Siegel wird an die ersten Bekleidungsfirmen vergeben, die ihre Textilien unter strengen sozialen und ökologischen Standards herstellen lassen. Sie verpflichten sich etwa, dass bei der Produktion Mindestlöhne gezahlt werden, Kinderarbeit ausgeschlossen ist und bestimmte Gesundheits- und Sicherheitsvorgaben eingehalten werden. Hintergrund ist der Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch, bei dem vor sechs Jahren mehr als 1100 Menschen ums Leben gekommen waren.| 09.09.2019 09:15 Uhr

Johnson zu Gesprächen in Irland

Dublin: Der britische Premierminister Johnson trifft am Vormittag seinen irischen Kollegen Varadkar. Bei den Gesprächen geht es um einen der umstrittensten Punkte beim Brexit, die irische Grenzfrage. Die EU und Irland wollen Kontrollen an der Grenze zum britischen Nordirland vermeiden. Es wird befürchtet, dass eine neue Teilung der Insel Unruhen auslösen könnte. Am Nachmittag stimmt das britische Unterhaus dann erneut über die von Johnson angestrebte Neuwahl am 15. Oktober ab. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass die dafür nötige Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht wird. Das Parlament hatte vergangene Woche ein Gesetz verabschiedet, das einen harten Brexit verhindern soll. Es verpflichtet die Regierung, die EU um einen Aufschub zu bitten, wenn es kein Abkommen gibt.| 09.09.2019 09:15 Uhr

Kremlpartei verteidigt Mehrheit

Moskau: Bei den Regional- und Kommunalwahlen in Russland hat die Kremlpartei fast überall ihre Mehrheit verteidigt. Im umkämpften Moskauer Stadtrat verlor die regierende Partei Geeinigtes Russland rund ein Drittel ihrer Sitze, bekam aber immer noch 25 der 45 Mandate. Dort waren im Vorfeld der Wahl zahlreiche Kandidaten der Opposition ausgeschlossen worden, was zu massiven Protesten geführt hatte. Bei den wichtigen Gouverneurswahlen wurde den Kandidaten der Regierung überall der Sieg zugesprochen. Die Wahlen galten als wichtiger Stimmungstest für Präsident Putin.| 09.09.2019 09:15 Uhr

AOK: Freie Arztwahl muss bleiben

Berlin: Die gesetzlichen Krankenkassen lehnen den Vorschlag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ab, höhere Beiträge für die freie Arztwahl zu verlangen. Der Chef der AOK Rheinland/ Hamburg, Wältermann, sprach in der "Rheinischen Post" von einem vollkommen verfehlten Vorschlag. Er verwies unter anderem auf das Bedürfnis der Patienten nach Information in schwierigen Lebenslagen. Der freie Arztzugang sei ein hohes Gut, welches nicht aufgegeben werden dürfe. Ähnlich äußerte sich die Chefin der Techniker Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen, Steffens. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, hatte kritisiert, viele Patienten suchten zu oft verschiedene Fachärzte auf und verursachten dadurch unnötige Kosten.| 09.09.2019 09:15 Uhr