NDR Info Nachrichten vom 08.09.2019:

Pompeo: neue Gespräche mit Taliban möglich

Washington: Die US-Regierung hat die Hoffnung auf ein Friedensabkommen für Afghanistan offenbar noch nicht aufgegeben. Außenminister Pompeo sagte dem Sender CNN, er wolle eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den radikalislamischen Taliban nicht ausschließen. Die Aufständischen müssten aber bedeutsame Zusagen machen und diese auch einhalten. US-Präsident Trump hatte ein für heute geplantes Geheimtreffen zwischen der Taliban-Führung, dem afghanischen Präsidenten Ghani und ihm in den USA abgesagt. Zur Begründung verwies er auf einen Anschlag in Kabul, durch den zwölf Menschen getötet wurden, darunter ein amerikanischer Soldat. Wegen der schlechten Sicherheitslage in Afghanistan steht auch die Ausbildungsmission der Bundeswehr vor dem Aus. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums ist die Unterkunft der Polizisten in Kabul nach dem Terroranschlag vor fünf Tagen nicht mehr bewohnbar.| 08.09.2019 21:00 Uhr

Paris sperrt sich gegen Brexit-Aufschub

Paris: Die Europäische Union wird einer vom britischen Parlament geforderten erneuten Verschiebung des Brexit nicht ohne weiteres zustimmen. Der französische Außenminister Le Drian sagte in einem Interview, unter den gegenwärtigen Bedingungen sei das nicht möglich. Man könne den Termin nicht alle drei Monate neu festlegen. Für einen weiteren Brexit-Aufschub müssen die 27 EU-Staaten einstimmig zustimmen. Vor wenigen Tagen hat das britische Parlament Premierminister Johnson per Gesetz verpflichtet, eine Verschiebung um drei Monate zu beantragen, sollte es bis Mitte Oktober keine Einigung mit der EU auf ein neues Austrittabkommen geben. Ungeachtet dessen will Johnson nach Angaben von Außenminister Raab an einem Brexit Ende Oktober festhalten. Aus Protest gegen den Kurs des Premiers trat gestern Arbeitsministerin Rudd zurück.| 08.09.2019 21:00 Uhr

AKK: Mehrwertsteuer auf Bahntickets senken

Berlin: Die Vorsitzende der CDU, Kramp-Karrenbauer, hat deutlich mehr Maßnahmen für einen wirksamen Klimaschutz angemahnt. So sei sie dafür, die Mehrwertsteuer auf Bahntickets zu senken und Zugreisen damit günstiger zu machen, sagte Kramp-Karrenbauer in der ARD. Zudem brachte die CDU-Chefin eine zusätzliche Abgabe auf Flüge ins Spiel. Eine Reihe von Flugtickets spiegele nicht wider, was gesetzlicher Teil des Preises sei, so die CDU-Vorsitzende. Das geplante Klimapaket der Bundesregierung solle nach Möglichkeit in einem parteiübergreifenden, nationalen Konsens auf den Weg gebracht werden. Bei der Finanzierung der Klimaschutzmaßnahmen will Kramp-Karrenbauer neue Schulden vermeiden. Stattdessen kündigte sie gemeinsame Vorschläge der Union zum Umbau des Steuersystems an.| 08.09.2019 21:00 Uhr