NDR Info Nachrichten vom 07.09.2019:

Gefangenenaustausch zwischen Kiew und Moskau

Kiew: Die Ukraine und Russland haben mehrere Gefangene ausgetauscht. Flugzeuge beider Länder mit Inhaftierten landeten am Mittag fast gleichzeitig in den jeweiligen Hauptstädten. In Kiew trafen auch die 22 ukrainischen Seeleute ein, die seit November in russischer Haft gesessen hatten. An Bord der Maschine war außerdem der Regisseur Oleg Senzow, der wegen Terrorismusvorwürfen zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt worden war. Präsident Selenskyj nahm die Freigelassenen in Empfang. Er sagte, der Gefangenenaustausch sei ein erster Schritt, um den Konflikt mit dem Nachbarland zu beenden. Ähnlich äußerte sich das russische Außenministerium. Ein Sprecher sagte, diese Stimmung könne für die Lösung weiterer Probleme genutz werden. Unter den Freigelassenen ist auch Wladimir Zemach, der für den Abschuss der Passagiermaschine des Flugs MH17 vor fünf Jahren über der Ostukraine mitverantwortlich gewesen sein soll.| 07.09.2019 14:45 Uhr

Merkel: China muss mehr Verantwortung übernehmen

Wuhan: China muss nach Ansicht von Bundeskanzlerin Merkel mehr internationale Verantwortung übernehmen. Vor Studenten in der chinesischen Stadt Wuhan nannte sie die Bereiche Klimaschutz, den globalen Handel und die Freiheit der Seewege. Die Volksrepublik habe als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat eine besondere Rolle. Zum Abschluss ihres China-Besuchs äußerte die Kanzlerin erneut die Hoffnung, dass die Konflikte in Hongkong friedlich gelöst werden. Alles andere wäre eine Katastrophe.| 07.09.2019 14:45 Uhr

USA nicht überrascht über Irans Urananreicherung

Paris: Die US-Regierung ist nicht überrascht, dass der Iran seine Urananreicherung steigert. Das sagte Verteidigungsminister Esper bei einer Pressekonferenz mit seiner französischen Kollegin Parly. Teheran verstoße seit Jahren gegen das internationale Atomabkommen. Damit widerspricht Esper der Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde. Die hat dem Iran mehrmals attestiert, sich an die Auflagen gehalten zu haben. Die USA waren im Mai vergangenen Jahres einseitig aus der Vereinbarung ausgestiegen. Der Iran hat inzwischen verkündet, schnellere Zentrifugen eingeschaltet zu haben. Den zulässigen Anreicherungsgrad, der im Atomabkommen festgelegt war, würde das Land so um das Fünffache überschreiten.| 07.09.2019 14:45 Uhr

Sachsen: CDU will mit Grünen und SPD sondieren

Riesa: Der CDU-Landesvorstand in Sachsen hat entschieden, in Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD zu gehen. Das gab Ministerpräsident Kretschmer nach Beratungen bekannt. Er sagte, es gehe darum, dem Bundesland eine stabile Regierung zu geben. Von den Grünen in Sachsen wird heute ebenfalls eine Entscheidung erwartet. Der SPD-Landesvorstand hatte bereits zu Wochenbeginn für die Aufnahme von Sondierungsgesprächen gestimmt. Die CDU war bei der Landtagswahl vor einer Woche mit rund 32 Prozent stärkste Kraft geworden. Die Grünen kamen auf 8,6 Prozent, die SPD auf 7,7. Damit ist die Bildung einer sogenannten Kenia-Koalition möglich.| 07.09.2019 14:45 Uhr